Aktuelle Projekte (Stand 02/10)

Die nachfolgend aufgelisteten Projekte sind aktuell in Bearbeitung. Für Rückfragen stehen Ihnen die Projektleiter bzw. unser Wissenschaftlicher Leiter, Dr.-Ing. B. Bosseler, als Ansprechpartner gerne zur Verfügung (Tel.: 0209-17806-0). Informationen zu abgeschlossenen Projekten finden Sie im Downloadbereich.

Projekttitel

Neubau

Umweltsicherer Kanalbau durch wurzelfeste Bettung der Rohre – Pflanzversuche in Osnabrück

Entwicklung von Abnahmekriterien für Infiltrationsdichtheit und Erstellung eines Prüfprogramms für vergleichende Untersuchungen an Werkstoffwechseln bzw. Übergängen

Betrieb

RegioExAKT - Regionales Risiko konvektiver Extremwetterereignisse: Anwenderorientierte Konzepte zur Trendbewertung und -anpassung: Lokale Starkregenereignisse und deren Auswirkungen auf Oberflächen, Kanäle und Regenbecken

Dezentrale Regenwasserbehandlung in Trennsystemen – Umsetzung des Trennerlasses: Prüfkonzepte Laborversuche

Inspektion und Zustandserfassung von Abwasserdruckleitungen und Dükern

Sanierung

Sanierung von Abwasserschächten: Untersuchung von Materialien und Systemen zur Abdichtung und Beschichtung

Grundstücksentwässerung

KomNetGEW – Kommunales Netzwerk Grundstücksentwässerung





Kurzbeschreibungen

Neubau

Umweltsicherer Kanalbau durch wurzelfeste Bettung der Rohre – Pflanzversuche in Osnabrück

Im Rahmen dieses von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Forschungsvorhabens wird ein bereits bestehender Versuchsaufbau der Stadt Osnabrück genutzt, um unterschiedliche Bettungsmaterialien auf ihre Wirkung gegenüber sich regenerierenden Wurzeln zu untersuchen. Schwerpunkt der Untersuchungen sind Schüttgüter und fließfähige Verfüllmaterialien. Die Ergebnisse sollen mittelständischen Tiefbauunternehmen die Auswahl von geeigneten Bettungsmaterialien im Bereich von Bäumen erleichtern. Weiterhin sollen die Anforderungen der Bäume an ihre Standorte berücksichtigt werden. Die Ergebnisse dieses interdisziplinären Forschungsvorhabens unter Beteiligung von Fachleuten aus Leitungsbau (IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur), Biologie (Lehrstuhl für Spezielle Botanik und Botanischer Garten der Ruhr-Universität Bochum) und eines „Grünflächenamtes“ (Stadt Osnabrück, Eigenbetrieb Grünflächen und Friedhöfe) sollen helfen, den Konflikt zwischen Leitungsbau und den Grünflächenämtern zu verringern.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Christoph Bennerscheidt
E-Mail: bennerscheidt@ikt.de
Telefon: 0209/17806-25

Entwicklung von Abnahmekriterien für Infiltrationsdichtheit und Erstellung eines Prüfprogramms für vergleichende Untersuchungen an Werkstoffwechseln bzw. Übergängen

Im Rahmen dieses vom Umweltministerium NRW beauftragten Projektes wird ein Prüfprogramm für vergleichende Untersuchungen an Werkstoffwechseln und Übergängen mit dem Schwerpunkt Infiltrationsdichtheit entwickelt. Informationen zu derzeitigen Werkstoffkombinationen als auch Verfahren, Systeme und Techniken werden zusammengestellt und anschließend die grundsätzlichen Einsatzmöglichkeiten der Produkte ermittelt. Anhand von Parametervariationen an einem zu entwickelnden rechnerischen Modellnetz mit umgebenden Modellboden werden mit Hilfe von Grundwassermodellierungen geeignete maximale Infiltrationskriterien vorgeschlagen. Das rechnerische Modellnetz und Versuche zur Infiltrationsdichtheit dienen dazu, das Infiltrationsvermögen bei Restleckagen je nach Bodenart sowie die erwartbare Qualität der Materialwechsel bei Neubau und Sanierung besser anschätzen zu können. Es werden Anforderungen an ein Prüfprogramm formuliert und Randbedingungen definiert, welche die Basis für vergleichende Untersuchungen an Verbindungssystemen für Werkstoffwechsel und Übergänge bilden.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Daniela Färber
E-Mail: faerber@ikt.de
Telefon: 0209/17806-26





Betrieb

RegioExAKT - Regionales Risiko konvektiver Extremwetterereignisse: Anwenderorientierte Konzepte zur Trendbewertung und -anpassung: Lokale Starkregenereignisse und deren Auswirkungen auf Oberflächen, Kanäle und Regenbecken

Im Rahmen des Verbundprojektes mit zahlreichen namhaften Projektpartnern sollen die Auswirkungen von Extremwetterereignissen am Beispiel des Flughafen Münchens untersucht werden. Das Teilprojekt des IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur umfasst Untersuchungen zur Auswirkung von lokalen Starkregenereignissen auf das Abflussverhalten von versiegelten Oberflächen, mit dem Ziel, die Oberflächenabflussvorgänge präziser beschreiben zu können. Insbesondere sollen die sich auf den Oberflächen mit unterschiedlichen Oberflächengeometrien einstellenden Wasserstände - unter anderem auch mit Hilfe von labortechnischen Versuchen an der Versickerungsanlage des IKT - quantifiziert werden.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Christoph Bennerscheidt
E-Mail: bennerscheidt@ikt.de
Telefon: 0209/17806-25

Link:
www.regioexakt.de

Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung in Trennsystemen – Umsetzung des Trennerlasses: Prüfkonzepte Laborversuche

Wesentliches Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, die in dem Runderlass des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalens „Anforderungen an die Niederschlagsentwässerung im Trennverfahren“ (Trennerlass) angedeuteten dezentralen Anlagen für die Behandlung des Niederschlagswassers aufzuzeigen. Repräsentative Anlagen werden auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft und eventuell vorhandene Leistungsgrenzen bestimmt. Durch Untersuchungen im Labormaßstab und im tatsächlichen Einsatz soll die Leistungsfähigkeit geprüft werden, da sowohl die Fähigkeit zur Rückhaltung der wesentlichen Schadstoffe im Straßenabwasser als auch ihr dauerhafter und wirtschaftlicher Betrieb Vorraussetzungen für ihren erfolgreichen Einsatz sind. Das IKT entwickelt nun im Rahmen dieses Forschungsvorhabens unter Projektleitung der Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR ein Konzept zur Prüfung dieser Anlagen auf hydraulische Leistungsfähigkeit und Reinigungsleistung im Labor. Anschließend werden mit Hilfe der vom IKT errichteten Versuchsanlage in einem Probelauf erste dezentrale Regenwasserbehandlungsanlagen geprüft.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Christoph Bennerscheidt
E-Mail: bennerscheidt@ikt.de
Telefon: 0209/17806-25

Inspektion und Zustandserfassung von Abwasserdruckleitungen und Dükern

Ziel dieses vom Umweltministeriums NRW beauftragten Projektes ist es, einen Leitfaden mit praxisorientierte Handlungsempfehlungen zur Inspektion und Zustandserfassung von Abwasserdruckleitungen und -düker zu entwickeln, mit dem die Auswahl eines Verfahrens in Abhängigkeit der Randbedingungen und der Kriterien vereinfacht wird. Sowohl der Aspekt der technischen Durchführbarkeit als auch der Aspekt der Wirtschaftlichkeit sollen in diesem Leitfaden berücksichtigt werden. Es werden verschiedene Techniken zur Inspektion und Zustandserfassung von Abwasserdruckleitungen und Dükern in Praxiseinsätzen erprobt, um Einsatzmöglichkeiten und –grenzen sowie Hinweise zur Handhabung der Techniken zu erfassen. Um dabei eine möglichst große Bandbreite unterschiedlicher Randbedingungen zu berücksichtigen, finden die Praxiseinsätze gezielt an Bauwerken mit variierenden bautechnischen Merkmalen statt. Da davon ausgegangen werden kann, dass Druckleitungen und Düker mit den für die Kanalisation üblichen Techniken nicht vollständig untersucht werden können, wird auch der Einsatz neuer, innovativer Techniken und Verfahren aus anderen Anwendungsgebieten angestrebt.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Kathrin Harting
E-Mail: harting@ikt.de
Telefon: 0209/17806-17





Sanierung

Sanierung von Abwasserschächten: Untersuchung von Materialien und Systemen zur Abdichtung und Beschichtung

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes werden verschiedene Sanierungsverfahren auf Basis von polymeren und mineralischen Beschichtungssystemen sowie Reparaturverfahren durch Injektion und Abdichtung eingehend untersucht. Des Weiteren wird die Sanierung der Zu- und Abläufe in das Untersuchungsprogramm aufgenommen. Zunächst werden u. a. Insitu-Untersuchungen an Schächten mit bis zu 15 Jahre alten Beschichtungen in den Abwassernetzen der Betreiber durchgeführt. Darüber hinaus werden Sanierungsarbeiten an Zu- und Abläufen sowie die Abdichtung von Abwasserschächten wissenschaftlich begleitet und der Neubau von Schächten unter Berücksichtigung aller Randbedingungen dokumentiert. Anschließend werden im IKT-Großversuchsstand die Sanierung von Rohreinbindungen, die Abdichtung von Schachtkörpern sowie die nachfolgende Beschichtung mit mineralischen und polymeren Werkstoffen durchgeführt. Mit den Untersuchungen sollen im Wesentlichen die Einsatzgrenzen und Qualitätseinflüsse der eingesetzten Verfahren und Materialien aufgezeigt werden, um Handlungsempfehlungen für die Netzbetreiber geben zu können. Darüber hinaus werden im Rahmen des Projektes Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen durchgeführt, Musterausschreibungsunterlagen sowie Mitarbeiterschulungen erarbeitet.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Martin Liebscher
E-Mail: liebscher@ikt.de
Telefon: 0209/17806-23





Grundstücksentwässerung

KomNetGEW – Kommunales Netzwerk Grundstücksentwässerung

Der neue § 61a „Private Abwasseranlagen“ des Landeswassergesetzes NRW trifft Bürger und Kommunen gleichermaßen. Danach ist die Kommune verpflichtet, Ihre Hauseigentümer über die Frist und die Durchführung der Dichtheitsprüfung an privaten Abwasserleitungen zu beraten. Um diese komplexe Gesetzesforderung gemeinsam besser zu lösen, gründeten etwa 30 Abwasserbetriebe das „Kommunale Netzwerk Grundstücksentwässerung - KomNetGEW“. Kerngedanke ist dabei, dass nicht jede Kommune das „Rad immer wieder neu erfinden“ muss. Ziel der interkommunalen Zusammenarbeit ist es, die gesetzliche Forderung kostengünstig zu erfüllen und dabei die Bürger so wenig wie möglich zu stören. Als neutrale und unabhängige Institution organisiert das IKT das Netzwerk der Betreiber und bietet so eine geeignete Plattform, um die Anforderungen des § 61a LWG im Sinne der Kommunen bürgerfreundlich umzusetzen. Teilnehmer des „Kommunalen Netzwerkes Grundstücksentwässerung - KomNetGEW“ nutzen den Vorteil des Rückhalts in der Gruppe. Im Netzwerk mit anderen Entwässerungsbetrieben können notwendige Entscheidungen für Vorgehensweisen bestmöglich abgesichert werden. Folgende Aufgabenschwerpunkte stehen hierbei im Vordergrund, die durch das IKT bearbeitet werden:

  • Unterstützung bei der Konzeptentwicklung zur Entlastung der kommunalen Personal-kapazitäten
  • Unterstützung bei der Öffentlichkeits- und -gremienarbeit, z.B. durch Erarbeitung von individuell auf die Kommune abgestimmte Materialien für die Bürgerinformation (Flyer, Präsentationsvorlagen, Broschüren etc.)
  • Hilfe bei der Erstellung von Empfehlungslisten für Bürger zur Auswahl kompetenter Sanierungsfirmen
  • Zertifizierung von Sachkundigen der Dichtheitsprüfung
  • Beratung in allen technischen Fragen der Grundstücksentwässerung, z.B. zur Eignung von Sanierungsverfahren oder in der Umsetzung ganzheitlicher Sanierungskonzepte

Das IKT als neutrales und unabhängiges Forschungs- und Prüfinstitut organisiert und moderiert das KomNetGEW. Es berät die beteiligten Kommunen technisch und organisatorisch auf Basis seiner Erfahrungen aus vergleichenden Warentests sowie Pilot- und Forschungsprojekten.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Marco Schlüter
E-Mail: schlueter@ikt.de
Telefon: 0209/17806-31

Dipl.-Ing. Amely Dyrbusch
E-Mail: dyrbusch@ikt.de
Telefon: 0209/17806-38