Vorsorge: Regelmäßige wöchentliche Corona-Tests für IKT-Belegschaft

Mann in Anzug mit Atemmaske und roter Krawatte vor Bürogrbäude hält Corona-Test in der Hand

IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek: „Wir testen regelmäßig alle Mitarbeiter, bis es einen Impfstoff gibt.“

Es gibt noch keine Infektion mit SARS-CoV-2 in der Belegschaft des IKT. Doch sollte das einmal der Fall sein, dann ist schnelles Handeln wichtig. Deshalb weitet das IKT sein Corona-Testprogramm aus und testet ab sofort alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig wöchentlich auf COVID-19. Montags wird getestet, mittwochs liegen die Ergebnisse vor.

„Wir wollen damit unserer Verantwortung gerecht werden – für unsere Mitarbeiter und deren Familien, für unsere Seminar- und Lehrgangs­teilnehmer und natürlich für unsere Kunden, die sich auf uns verlassen“, begründet IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek die Vorsorge­maß­nahme.

Montag ist Testtag

Montagmorgens können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IKT ihr Probenröhrchen mit dem gefürchteten Tupfer abholen. Danach sind aus den Waschräumen allenthalben Würggeräusche zu vernehmen, denn der Abstrich muss ganz hinten im Rachen genommen werden. Ein Kurier bringt die Proben ins Labor. Mittwochs kommen dann die Ergebnisse per E-Mail. Und am nächsten Montag wird wieder getestet – weil die Regelmäßigkeit mehr Sicherheit bringt.

Fürsorglich

Das IKT sieht den Schutz seiner Mitarbeiter/-innen und ihrer Familien vor dem Coronavirus als Teil seiner Fürsorgepflicht. Sollte einmal ein Test positiv ausfallen, kann das Institut schnell reagieren, den Mitarbeiter und mögliche Kontaktpersonen in Quarantäne schicken und das Gesundheitsamt informieren. Das Angebot der für die Mitarbeiter kostenfreien COVID-19-Tests ist für Geschäftsführer Waniek ein wichtiger Schritt in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge: „Wir hören erst auf, wenn ein zuverlässiger Impfstoff verfügbar ist.“

Verlässlich

Selbstverständlich stehe die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vordergrund, aber es solle auch ein Shutdown wie im Frühjahr verhindert werden, sorgt sich Roland W. Waniek. Schließlich müsse der Betrieb weiterlaufen, denn viele Kunden sind für ihre tägliche Arbeit auf die Dienstleistungen des IKT und seiner Prüfstellen wie Schlauchliner-Prüfungen und Drosselkalibrierungen angewiesen. Waniek weiter: „Die Prophylaxe soll dazu beitragen, dass wir für Sie auch während dieser schwierigen Zeit stets ein verlässlicher Partner sind!“

Ansprechpartner

Roland W. Waniek
Geschäftsführer
Tel.: 0209 17806-0
E-Mail: info@ikt.de

Ganzheitliches Konzept

Die neuen Vorsorgemaßnahmen ergänzen die bisherigen Anstrengungen des IKT, Belegschaft, Besucher und Kunden vor dem Neuen Coronavirus und den Folgen zu schützen. So lässt sich die Mannschaft in der Versuchshalle schon seit Monaten wöchentlich auf COVID-19 testen. Alle Mitarbeiter/-innen, die ein dienstliches Smartphone nutzen, haben die Corona-Warn-App installiert. An zahlreichen Stellen im Gebäude steht Desinfektionsmittel zur Verfügung, für Besucher liegen Einmal-Masken bereit und in den Büros wurden Schutzwände aus Plexiglas als sogenannter Spuckschutz aufgestellt.

Weiterführende Informationen:
Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen im beruflichen Umfeld (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)
Arbeitsschutz und Arbeitsschutzstandard während Corona (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)

 




Neues Forschungsvorhaben: Starkregen-Notfallplan im Kanalbetrieb optimal umsetzen

Grafik Starkregen und Überflutung in Wohngebiet

Was kann der Kanalbetrieb tun, damit ein Starkregen möglichst wenig Schaden anrichtet? Mit der Einführung eines Störfall- und Notfallplans wird das festgelegt.

Als Abwassernetzbetreiber möchte man möglichst gut auf besondere Betriebszustände vorbereitet sein. Auch auf Starkregen. Nebenbei: Das fordert auch die DIN EN 752. Doch wenn die Warnung kommt, ist kaum Zeit noch viel zu reißen. Umso wichtiger ist ein konkreter Plan, was jede/-r einzelne im Fall der Fälle zu tun hat. Einen solchen Störfall- und Notfallplan für Kanalbetriebe im Starkregenereignis gibt es mit dem Starkregen-Check Kanalbetrieb bereits. Der hilft allerdings wenig, wenn er zwar in der Schublade liegt, aber nicht implementiert wird.

Das Kommunale Netzwerk Abwasser (KomNetABWASSER) will dazu in dem neuen Projekt „Starkregen-Check Kanalbetrieb – Umsetzung des Störfall- und Notfallplans mit dem Betriebspersonal“ konkrete Arbeitshilfen erarbeiten und anschauliche Best-Practice-Beispiele sammeln. Der Projektstart ist für Anfang 2021 geplant. Es werden noch Mitstreiter gesucht!

Jetzt mitmachen!

Abwasserbetriebe können sich gerne melden und mitmachen. Sie erhalten in dem Förderprojekt einen Störfall- und Notfallplan sowie viel Unterstützung bei der Umsetzung in die Praxis mit dem eigenen Betriebspersonal.
Eine unverbindliche Teilnahmereservierung finden Sie hier. (PDF)

Arbeitshilfen für die die Implementierung

Kanalreinigungsfahrzeug und Pkw auf überschwemmter Straße

Den Starkregen-Check Kanalbetrieb optimieren und optimal nutzen – das sind die Ziele des neuen Forschungsvorhabens.

Ziel ist es, mit dem operativ tätigen Betriebspersonal möglichst viel von der Störfall- und Notfallplanung in die Betriebspraxis umzusetzen und daraus viel für die optimale Implementierung zu lernen. Hierzu werden konkrete Arbeitshilfen wie Unterweisungen, Übungen, Lehrmaterial, Strategiehinweise erarbeitet und viele Best-Practice-Beispiele gesammelt. Nach Abschluss des Projekts stehen dann sowohl das Konzept als auch die notwendigen Arbeitshilfen zur Verfügung, um die Störfall- und Notfallplanung für Starkregenereignisse unmittelbar in den Abwasserbetrieben umsetzen zu können. Die Projektergebnisse entfalten so die größte Multiplikator-Wirkung.

Nutzen für die Netzbetreiber

Die Umsetzung des Starkregen-Check Kanalbetrieb im Rahmen des Forschungsprojekts bereitet alle teilnehmenden Abwasserbetriebe auf die Störfall- und Notfallbearbeitung bei Starkregen vor. Die größte Wirkung wird erzielt, wenn das Betriebspersonal die organisatorischen, technischen und verhaltensbezogenen Maßnahmen mitträgt. Im Förderprojekt werden konkrete Übungen zur Vorbereitung auf die Krisensituation Starkregen entwickelt und bei den am Projekt beteiligten Abwasserbetrieben durchgeführt. So zum Beispiel:

  • Stromausfall bei Pumpen und schnelles Umsetzen von Notstromlösungen
  • Mobile Hilfsgeräte in Bereitschaft bringen unter der Annahme, dass die Innenstadt beträchtlich unter Wasser steht
  • Organisatorische Maßnahmen und Abstimmungen wie Einrichtung der Einsatzzentrale, Sicherstellung der Meldeketten sowie der Verpflegung der Einsatzkräfte üben

Tabelle Checkliste Starkregenmanagement Kanalbetrieb

Aus dem Projekt sollen zahlreiche praktische Arbeitshilfen hervorgehen, die den Netzbetreibern die Implementierung eines Starkregen-Notfallplans erleichtern.

Im Rahmen des Projekts sollen Arbeitshilfen für die praktische Umsetzung des Starkregen-Checks Kanalbetrieb erarbeitet werden, die allen Netzbetreibern zur Verfügung stehen. Nach Abschluss des Forschungsvorhabens werden folgende Arbeitsergebnisse erwartet:

  • weiterentwickelter Störfall- und Notfallplan
  • Checkliste „Starkregenvorsorge in meinem Kanalbetrieb“
  • Materialien zur Unterweisung und Schulung des Betriebspersonals
  • Argumentationshilfen, mit denen die Mitarbeiter bei der Einführung des Starkregen-Checks überzeugt werden können
  • Entwurf von Standard-Übungssituationen für die Abwasserbetriebe, Empfehlungen für die Durchführung von Übungen mit anschließender Fehleranalyse

Übergeordnetes Ziel ist es, bei der praktischen Umsetzung des Störfall- und Notfallplans in den beteiligten Abwasserbetrieben Defizite und Lücken des Störfallmanagements zu identifizieren. Dadurch soll ein kontinuierlicher Optimierungsprozess angestoßen werden, von dem auch alle anderen Kanalnetzbetreiber profitieren.

Teilnahme möglich!

Marco Schlüter während seines Vortrags

Bei Interesse melden Sie sich gerne bei KomNet-Leiter Dipl.-Ing. Marco Schlüter! Kontaktdaten siehe unten

Das Forschungsprojekt wird vom Eigenbetrieb Abwasser Rheda-Wiedenbrück beim NRW-Umweltministerium zur Förderung vorgelegt. Es ist geplant, dass sich zwölf Abwasserbetriebe mit einer Eigenbeteiligung von je etwa 4.000 Euro brutto beteiligen. Die Eigenbeteiligung wird über eine Verwaltungsvereinbarung mit Rheda-Wiedenbrück geleistet. Und wer mitmacht, führt auch den Störfall- und Notfallplan gleich mit ein – mit fachlicher Begleitung und im Austausch mit den anderen beteiligten Netzbetreibern. Da kann man richtig was lernen!

Der Störfall- und Notfallplan gibt Abwasserbetrieben Sicherheit und Orientierung in der Ausnahmesituation eines bevorstehenden Unwetters. Gut, wenn man einen hat. Noch besser, wenn er auch erfolgreich eingeführt ist. Melden Sie sich bei Interesse sehr gerne! Wir beantworten Ihre Fragen.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Marco Schlüter
Tel.: 0209 17806-31
E-Mail: schlueter@ikt.de

 




Gemeinsam stark: Zuverlässige und sichere Abwasserbeseitigung in der Corona-Krise

gelber Virus mit roten Punkten vor blauem Hintergrund

Gemeinsam Lösungen finden: KomNetABWASSER und Arbeitskreis Kanalbetrieb unterstützen bei der Anpassung an die aktuelle Krisensituation.

Das Virus macht die Runde, alle sind auf Abstand – und dann soll man ein ganzes Kanalsystem am Laufen halten! Keine leichte Aufgabe. Gut, dass man die nicht alleine lösen muss. Schließlich gibt es jede Menge andere Netzbetreiber, die vor der gleichen Aufgabe stehen. Der offene Arbeitskreis Kanalbetrieb hat sich in den vergangenen Monaten regelmäßig online zum Erfahrungsaustausch getroffen. Meist ging es dabei auch um die Corona-Pandemie. Wie gehen Abwasserbetriebe mit dieser Krisensituation um? Gemeinsam haben die beteiligten Netzbetreiber gute Lösungen gefunden.

Systemrelevant: Abwasserbeseitigung muss laufen

Alles dicht machen und Zähne zusammenbeißen wie in anderen Branchen? Das geht beim Kanalbetrieb nicht! Das Abwasser muss weg, sonst kriegen wir noch ganz andere Probleme als Corona. Homeoffice funktioniert hier auch nur sehr eingeschränkt. Schließlich muss man auch mal rausfahren, wenn es irgendwo klemmt. Viele Aufgaben schafft auch nicht einer alleine. Da ist man oft im Team unterwegs und arbeitet eng zusammen. Da muss man zumindest mal über das Risiko einer Ansteckung reden.

Der Arbeitskreis Kanalbetrieb wird vom Kommunalen Netzwerk Abwasser (KomNetABWASSER) organisiert und ist für alle Abwassernetzbetreiber offen – auch über den Kreis der Netzwerkteilnehmer hinaus.

Der Druck, der derzeit auf Abwasserbetrieben lastet, ist enorm. Als öffentlicher Dienst stehen sie einerseits in der Verantwortung, die systemrelevante Abwasserbeseitigung auch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie sicherzustellen. Gleichzeitig sind sie auch als Arbeitgeber für das Betriebspersonal verantwortlich, das in abwassertechnischen Anlagen und auf Dienstfahrten eng zusammenarbeitet.

Warnschild vor Kanalreinigungsfahrzeug

Nicht nur rund um die Kanalreinigung stellen sich viele Fragen. Abwasserbetriebe suchen gemeinsam nach Lösungen.

5 Leitsätze für sichere Abwasserbeseitigung

Wie also kann man den ordnungsgemäßen Kanalbetrieb sicherstellen und gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich schützen? Die Arbeitskreisteilnehmer haben in langen Diskussionen fünf organisatorische Leitsätze formuliert, die Netz­betreibern durch diese schwierige Zeit helfen können:

  1. Abwasserreinigung ist systemrelevant!
    Kanalisation und Kläranlagen sind als systemrelevanter Teil der kritischen Infrastruktur eingestuft und deswegen in öffentlicher Hand. Mit organisatorischen Maßnahmen soll der Betrieb auch unter Krisenbedingungen sichergestellt werden: priorisierte Tätigkeiten, Schichtpläne für geteilte Teams, Stell­vertreter­regelungen, mobiler Zugriff auf Serverdaten…
  2. Störfall- und Notfallplanung aktualisieren!
    Störfälle im Kanal oder im System müssen auch unter erschwerten Bedingungen zügig beseitigt werden. Bei hohem Krankenstand oder unter Quarantänebedingungen können helfen: Kooperationen mit Kommunen aus dem Umkreis, Abstimmung mit Dienstleistern, Vernetzung mit dem kommunalen Krisenstab…
  3. Betriebspersonal auf aktuellem Stand halten!
    Das Betriebspersonal muss häufig auf engem Raum zusammenarbeiten. Deswegen sollten die Hinweise für Arbeitgeber des Ministeriums für Arbeit und Gesundheit zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus auf Baustellen umgesetzt werden. Nach aktueller Einschätzung des Bundesamts für Arbeitsschutz besteht kein erhöhtes Infektionsrisiko durch Corona-Viren im Abwasser, wenn die gängigen Hygienemaßnahmen und Arbeitsschutzrichtlinien mit Sorgfalt eingehalten werden und unnötige Risiken vermieden werden.
  4. Verantwortung für die Netzsubstanz!
    Abwassernetze stellen einen großen Wert dar und Abwasserbetriebe sorgen auch unter den besonderen Corona-Bedingung für den Substanzerhalt und setzen aktuelle Projekte fort. Die Planungen zu kommenden Maßnahmen werden fortgesetzt.
  5. Verantwortung für Abwasserwirtschaft und Unternehmen!
    Aktuelle Projekte werden fortgeführt, um die Substanz zu erhalten und gleichzeitig auch der Verantwortung gegenüber den Auftragnehmern gerecht zu werden.

Sachstandsmeldungen

Mann steigt in Abwasserschacht ein

Im Team am Kanal: Das Thema Arbeitssicherheit hat mit Corona noch eine Facette mehr bekommen.

Angesichts dieser Herausforderung haben sich die Netzbetreiber im Arbeitskreis Kanalbetrieb intensiv mit den Einschätzungen der Corona-Situation durch die Kompetenzträger im Abwasserbereich auseinandergesetzt, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Die Ergebnisse der Recherche wurden in Arbeitsdokumenten übersichtlich zusammengefasst. So besteht zum Beispiel nach Ansicht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in abwassertechnischen Anlagen kein erhöhtes berufsbedingtes Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2. Einschlägige Schutzmaßnahmen seien aber weiterhin zu beachten.

Der DWA-Fachausschuss BIZ 4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ hat einen kompakten Überblick zu den Gefährdungen durch das Coronavirus und die notwendige Gefährdungsbeurteilung im Kanalbetrieb mit Beispielen zu den möglichen organisatorischen, hygienischen und personenbezogenen Infektionsschutzmaßnahmen zusammengestellt. Konkrete Handlungshinweise zu den Kanalreinigungsarbeiten, Schacht- und Kanalanschlussarbeiten sind in der FAQ-Liste: Pandemiemaßnahmen für abwassertechnische Betriebe von der KommunalAgenturNRW dargelegt worden.

Corona-Arbeitshilfen

Gemeinsam haben die Arbeitskreis-Teilnehmer Arbeitshilfen gesammelt, die die Planung Corona-bezogener Maßnahmen erleichtern: Vorlagen für Schichtpläne, Anweisungen an das Betriebspersonal und Mitteilungsvorlagen für Information der Gremien und vieles mehr wurden so einfach zugänglich gemacht. Interessante und hilfreiche Links zu wichtigen Quellen wurden gesammelt und untereinander geteilt.
KomNet-Sammlung von Corona-bezogenen Arbeitshilfen und Sachstandsmeldungen

Auch im KomNet selbst wurden Arbeitshilfen entwickelt: unter anderem der schon erwähnte 5-Punkte-Plan für die betriebliche Organisation, ein Plakat zum Umgang mit Corona im Kanalbetrieb und eine PowerPoint-Präsentation mit Hinweisen für Kanal- und Kläranlagenmitarbeiter.

Austausch und gegenseitige Unterstützung

Portrait von Mann mit brille und blauer krawatte

Marco Schlüter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im IKT, koordiniert das KomNet und den Arbeitskreis Kanalbetrieb.

Zusammen ist man weniger allein – das gilt umso mehr in Zeiten des Abstandhaltens. Die am KomNet teilnehmenden Netzbetreiber und die Teilnehmer am Arbeitskreis Kanalbetrieb stehen in engem Kontakt, wenn auch zurzeit nur in Webkonferenzen und Telefonaten. Doch dieser Austausch gibt Rückhalt und Sicherheit für die tägliche Praxis.

Interesse? Dann melden Sie sich unverbindlich bei KomNet-Leiter Marco Schlüter!

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Marco Schlüter
Tel.: 0209 17806-31
E-Mail: schlueter@ikt.de

Das ist das KomNetABWASSER!

Logo des KomNetABWASSERDas Kommunale Netzwerk Abwasser (KomNetABWASSER) ist eine Initiative von rund 60 Abwasserbetrieben. Ziel ist es, die kommunale Abwasserbeseitigungspflicht gemeinsam besser und bürgerfreundlicher umzusetzen – möglichst kostengünstig und im Einklang mit den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Das Netzwerk nutzt dazu gemeinsam die Serviceleistungen des IKT. So muss nicht jeder das Rad immer wieder selbst neu erfinden.

Grafik mit drei bunten Kreisen zu den Tätigkeitsfeldern des KomNetABWASSERMotor, Ideengeber, Sparringspartner
Das KomNetABWASSER versteht sich als Anstoßgeber und Unterstützer für die teilnehmenden Kommunen. Aktuelle Themen, die die Kommunen dann aufgreifen möchten, werden wissenschaftlich aufgearbeitet und praktisch begleitet. Viele Erkenntnisse aus der Netzwerkarbeit finden zudem Eingang in die Weiterbildungsangebote des IKT.

Interesse? Hier erfahren Sie mehr über das KomNetABWASSER!

 




Pumpen, Düsen, Drücke: IKT-Fahrzeug-Check „Kanalreinigung“

Wasser schießt aus Rohr vor orangefarbenem Kanalreinigungsfahrzeug

IKT-Fahrzeug-Check Kanalreinigung: Kenntnis der Parameter hilft Spülschäden zu vermeiden.

Nach „viel Druck“ kommt oft „zu viel Druck“. Und das gilt es bei der Kanalreinigung zu vermeiden, um den Dreck zu entfernen und dabei die Leitungen zu schonen. Um optimal zu reinigen ist es wichtig, das Spülfahrzeug genau zu kennen. Doch wer weiß schon, wieviel Druck wirklich an der Düse ankommt?

Beim IKT-Fahrzeug-Check „Kanalreinigung“ in Gelsenkirchen oder vor Ort in den Betrieben werden die Fahrzeuge auf Herz und Nieren – eher auf Pumpe und Düse – getestet. Aber auch die Mitarbeiter spielen eine Rolle. Sie lernen ihre Fahrzeuge besser kennen und lassen sich für die Feinheiten bei der Kanalreinigung sensibilisieren.

Nächster Termin

1. September 2020 in Gelsenkirchen
Erfahren Sie hier mehr über den Fahrzeug-Check!

Wasser schießt aus Rohr, im Hintergrund eine Messeinrichtung

Druckvoll reinigen, aber Spülschäden vermeiden – während des Fahrzeug-Checks werden die genauen Parameter für das jeweilige Spülfahrzeug ermittelt.

In der Praxis sind die Reinigungsparameter von Hochdruckspül- und Saugfahrzeugen oft nicht bekannt. Dabei spielen sie bei der Kanalreinigung eine entscheidende Rolle. Der Druck an der Düse und der Durchfluss der Hochdruckpumpe können einerseits zu aggressiv sein und Kanalschäden verursachen. Andererseits kann die Leistung zu schwach sein – mit der Folge unzureichender Reinigungsergebnisse.

Messen, prüfen, kontrollieren

Darum geht es bei dem Fahrzeug-Check:

  • Überprüfung der HD-Pumpe (Soll-Ist-Vergleich)
  • Messung der Fahrzeugparameter mit der IKT-Normdüse
  • neutrale Kontrolle der Leistungskennwerte von HD-Düsen (Druck an der Düse)
  • Ermittlung von Düsenkennlinien (Druck am Fahrzeug zu Druck an der Düse)
  • Bestimmung der Spülstrahlleistungsdichte in Anlehnung an DIN 19523

Betriebsstoffe einsparen

Die beim Fahrzeug-Check gemessenen Leistungen werden in einem Prüfprotokoll mit Diagrammen, Tabellen und Bildern bescheinigt. Anhand der Ergebnisse werden Optimierungspotenziale an den Reinigungsfahrzeugen aufgezeigt. So lassen sich zukünftig Druckverluste vermeiden sowie Betriebsstoffe einsparen – für eine Material schonende aber effiziente Reinigung.

Siegel „Schonende HD-Reinigung“

Mann hält Bilderrahmen mit Urkunde in die Kamera

Siegel „Schonende HD-Reinigung“ für die Teilnehmer am IKT-Fahrzeug-Check

Betriebe können nach durchgeführtem Fahrzeug-Check ein Siegel erhalten, das das Bemühen um eine schonende Kanalreinigung öffentlichkeitswirksam dokumentiert.

Der Fahrzeug-Check ist für alle öffentlichen Abwasserbetriebe und privaten Dienstleister da. Immer wieder bietet das IKT Termine in Gelsenkirchen an. Gerne führen wir den Check auch nach individueller Terminvereinbarung bei Ihnen vor Ort im Betrieb durch.

Nächster Termin

1. September 2020 im IKT, Gelsenkirchen – es sind noch Plätze frei.
Außerdem ist eine Live-Übertragung des Fahrzeug-Checks am 1. September ab 10 Uhr im Internet geplant. Dann können Sie sich bequem im Büro oder zuhause vom Schreibtisch aus einen Eindruck von den Prüfungen verschaffen.
Hier der Teilnahmelink (GoToMeeting)

So oder so, melden Sie sich gerne bei uns!

hier lesen Sie mehr über den Fahrzeug-Check

Ansprechpartner

Sebastian Busch, M.Sc.
Telefon: 0209 17806-38
E-Mail: busch@ikt.de

 




Einfach einwählen: Abwasser-Sprechstunde – wöchentliches Online-Meeting für Abwasserbetriebe

Laptop und Headset für Webmeeting oder Videotelefonie

Bei der wöchentlichen Abwasser-Sprechstunde treffen sich Netzbetreiber im virtuellen Raum.

Information, Diskussion, Erfahrungsaustausch – das Kommunale Netzwerk Abwasser (KomNetABWASSER) hat mit der neuen „Abwasser-Sprechstunde“ ein regelmäßiges Online-Meeting für Abwassernetzbetreiber eingerichtet. Immer freitags um 11 Uhr treffen sich Mitarbeiter/-innen im virtuellen Raum. Eingeladen sind Abwasserbetriebe, die am Netzwerk teilnehmen, und Mitglieder des IKT-Fördervereins der Netzbetreiber.

Information und offener Austausch

Wertvolle Kontakte knüpfen, aktuelle Nachrichten erfahren, von den Praxiserfahrungen anderer lernen, und das ohne umständliche Terminabsprachen und ohne ins Auto steigen zu müssen – die Idee zu diesen regelmäßigen Treffs im neuen Online-Format kam aus dem Teilnehmerkreis des Netzwerks. „Wir haben die Idee sofort aufgegriffen und umgesetzt“, erklärt Dipl.-Ing. Marco Schlüter, der im IKT das Kommunale Netzwerk koordiniert. „Immer freitags um 11 informieren wir jetzt in lockerer Runde über ein aktuelles Thema und diskutieren die Auswirkungen auf die Praxis. Letzte Woche war es die neue NRW-Selbstüberwachungsverordnung. Wir lassen uns bei der Themenauswahl von der aktuellen Lage leiten.“ Anschließend besteht die Möglichkeit zum offenen Austausch unter den Abwasserbetrieben.

Portrait eines jungen Manns mit Dreitagebart

Moderator Kilian Möllers vom KomNetABWASSER: „Wir recherchieren Antworten zu Ihren Fragen!“

Die Teilnahme ist mit PC, Laptop, Tablet oder Smartphone möglich. Eine halbe Stunde vor Beginn ist der virtuelle Besprechungsraum für einen Technik-Check und erste Fragen geöffnet. „Fragen und Anregungen aus Ihrer Praxis können Sie uns auch gerne schon vorab per E-Mail schicken“, sagt Kilian Möllers, der die Abwasser-Sprechstunde moderiert. „Wir recherchieren dann Antworten und finden gute Lösungen im Netz.“

Neue Online-Arbeitswelt

Corona hat eine neue digitale Arbeitskultur geschaffen. Das KomNet nutzt jetzt die Vorteile: sich online treffen und austauschen, unkompliziert netzwerken, regelmäßig zur festen Zeit komfortabel vom Schreibtisch aus teilnehmen – egal ob der nun im Büro oder im Homeoffice steht. Bisher wurde die neue Abwasser-Sprechstunde gut angenommen. „Ich denke, diese neue Form der Zusammenarbeit wird sich etablieren“, ist sich Marco Schlüter sicher.

Ansprechpartner

Das ist das KomNetABWASSER!

Logo des KomNetABWASSERDas Kommunale Netzwerk Abwasser (KomNetABWASSER) ist eine Initiative von rund 60 Abwasserbetrieben. Ziel ist es, die kommunale Abwasserbeseitigungspflicht gemeinsam besser und bürgerfreundlicher umzusetzen – möglichst kostengünstig und im Einklang mit den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Das Netzwerk nutzt dazu gemeinsam die Serviceleistungen des IKT. So muss nicht jeder das Rad immer wieder selbst neu erfinden.

Grafik mit drei bunten Kreisen zu den Tätigkeitsfeldern des KomNetABWASSERMotor, Ideengeber, Sparringspartner
Das KomNetABWASSER versteht sich als Anstoßgeber und Unterstützer für die teilnehmenden Kommunen. Aktuelle Themen, die die Kommunen dann aufgreifen möchten, werden wissenschaftlich aufgearbeitet und praktisch begleitet. Viele Erkenntnisse aus der Netzwerkarbeit finden zudem Eingang in die Weiterbildungsangebote des IKT.

Interesse? Hier erfahren Sie mehr über das KomNetABWASSER!

 




Betreiberpflicht trotz Corona: Kläranlagenabläufe und Drosseleinrichtungen kalibrieren!

Silberne Drosseleinrichtung mit blauem Schieberelement in Betonbauwerk

Drosseln müssen auch in Krisenzeiten regelmäßig überprüft werden. Der IKT-Lehrgang zeigt, wie es geht.

Das Coronavirus hat das Leben ordentlich durcheinander gebracht. Hygienevorschriften, Abstandsregelungen, Kurzarbeit… In manchen Branchen ist alles runtergefahren und nichts mehr wie zuvor. Andere kommen nach starken Einschränkungen so langsam wieder in die Gänge. Und wiederum andere mussten einfach weiter weitermachen. Die Abwasserentsorgung zum Beispiel kann man nicht einfach runterfahren, sonst bekämen wir noch ganz andere Probleme als Corona.

Pflicht bleibt Pflicht

Natürlich gibt es für Abwasserbetriebe und Kläranlagenbetreiber in Krisenzeiten zunächst Wichtigeres als die Überprüfung und Kalibrierung von Drosseleinrichtungen und Abflussmengenmessungen auf Kläranlagen. Aber diese Betreiberpflicht ist auch nicht ausgesetzt. Fristen laufen weiter, die Forderungen der Selbstüberwachungs- und Eigenkontrollverordnungen der Länder gelten weiterhin. Und letztendlich liegt es auch im Eigeninteresse, dass Drosseln und Kläranlagenabläufe richtig eingestellt sind. Also: nichts wie ran an die Drosseln!

Lehrgang: Zertifizierte/-r Sachkundige/-r für die Kalibrierung von Drosseleinrichtungen

17.-20. August 2020 in Eppingen (Prüfung 21. August 2020)
– wasserwirtschaftliche und gesetzliche Zusammenhänge
– hydraulische Kalibrierung
– Praxisübungen: richtig messen und prüfen
Programm und Anmeldung für den Offline-Lehrgang in Eppingen

Rückhalteräume nutzen

Das Kanalnetz ist ein komplexes System, das besonders bei Regenereignissen starken Belastungen ausgesetzt ist. Um bei solchen Ereignissen eine Überlastung zu verhindern, gilt es, die gezielte Nutzung existierender Rückhalteräume zu gewährleisten.

Regenrückhaltebecken zwischen Wiesen und Wäldern

Drosseln regeln unter anderem die korrekte Funktion von Regenrückhaltebecken.

Dazu werden separate unterirdische Bauwerke wie Regenrückhaltbecken errichtet oder einzelne Kanalabschnitte als sogenannte Stauraumkanäle in einem größeren Durchmesser gebaut, als er zur direkten Wasserableitung benötigt wird. Das Einstauen dieser Bauwerke, das heißt das Aktivieren des Rückhaltevolumens, wird mit Drosseleinrichtungen erreicht.

Verordnungen regeln Prüf-Rhythmus

In vielen Bundesländern sind die Betreiber von Abwasseranlagen verpflichtet, diese regelmäßig zu überwachen und – falls erforderlich – Maßnahmen zu deren Instandsetzung einzuleiten. In Nordrhein-Westfalen regelt das zum Beispiel die Selbstüberwachungsverordnung Abwasser (SüwVO Abw NRW). Die Regelungen der Länder haben wir im Infokasten am Ende dieses Artikels für Sie zusammengefasst.

IKT-Warentest „Drosselorgane“

Das IKT hat sechs hydromechanische Drosseleinrichtungen für Regenbecken in einem unabhängigen Warentest vergleichend untersucht. Die Ergebnisse sind breit gestreut: Sie reichen von GUT (2,1) bis MANGELHAFT (5,0).
Lesen Sie hier mehr über den Drossel-Warentest
Ergebnistabelle (PDF)
Warentest-Bericht (PDF)

Um diesen Forderungen in der Praxis nachzukommen ist eine Kalibrierung notwendig. Dabei wird vor Ort durch eine Mengenmessung überprüft, ob die eingebaute Drosseleinrichtung auch unter realen Bedingungen in der Lage ist, den geforderten Durchfluss, für den sie ausgelegt wurde, zu erbringen.

Überprüfung unter realen Betriebszuständen

Blaues Gerät zur Durchflussmessung an Drosselauslauf

Richtig eingestellte Drosseln minimieren auch Schmutzwasserentlastungen in die Umwelt.

Drosseleinrichtungen bestehen aus dem Drosselbauwerk zur Aufnahme des Drosselorgans, dem Drossel-, Regel- oder Steuerorgan selbst sowie der dazugehörigen Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Die hydraulische Kalibrierung einer Drosseleinrichtung beinhaltet eine messtechnische Überprüfung der Drosselanlage unter realen Betriebszuständen. Hierbei wird mittels einer unabhängigen hydrometrischen Vergleichsmessung die Kennlinie der Drosselanlage vor Ort – unter Berücksichtigung der strömungstechnischen Bauwerkseinflüsse – aufgenommen.

Ein Job für Fachleute

Die hydraulische Kalibrierung einer Drosseleinrichtung erfordert von den ausführenden Personen ein erhebliches Maß an Fachwissen in der Hydrometrie. Diese Aufgabe kann in aller Regel nicht mehr vom Kanalbetrieb allein übernommen werden. Hierzu ist sachkundiges und erfahrenes Fachpersonal hinzuzuziehen.

Drosselorgan in Betonbecken

Erkenntnis aus vielen Jahren Durchflussmessung: Ein Drittel aller vom IKT geprüften Drosselorgane funktionierte nicht, wie sie sollten.

Die IKT-Prüfstelle für Durchflussmessung ist gerne behilflich. Die Mitarbeiter führen die Prüfungen fachgerecht und unter Einhaltung aller jeweils geltenden Hygiene- und Abstandsvorschriften durch. So können Netzbetreiber trotz Corona ihre Fristen einhalten und Ärger vermeiden.

Melden Sie sich jetzt und sichern Sie sich noch für dieses Jahr Prüftermine!

Telefon: 0209 17806-34
E-Mail: goerke@ikt.de

Sachkundeschulungen

Natürlich können die Überprüfungen und Kalibrierungen auch von eigenem sachkundigem Personal durchgeführt werden. Sachkundeschulungen bietet das IKT auch in Corona-Zeiten an. Zurzeit läuft ein Online-Lehrgang mit zwei optionalen Präsenz-Praxistagen, die für die Prüfung aber obligatorisch sind. Wenn sich weiterer Bedarf abzeichnet, wird der nächste Online-Durchgang kurzfristig angesetzt. Der nächste Offline-Kurs findet vom 17. bis 20. August 2020 in Eppingen statt – mit Zertifikatsprüfung direkt im Anschluss am 21. August.
Programm und Anmeldung für diesen Präsenzlehrgang

Weiteres Weiterbildungsangebot zum Thema Drosseln

Workshop: Drosseleinrichtungen im KanalnetzRichtig kalibrieren, regeln und messen!
13.-14. August 2020 in Eppingen
– Qualitätsanspruch bei Drosselkalibrierungen
– Erfahrungsaustausch: Problemstellen im Netz – Lösungsstrategien entwickeln
– Erfahrungsaustausch: Tücken der Messtechnik – Fehler erkennen
– neue Produkte bei Messtechnik und Drosselorganen
– geeignet zur Rezeritifizierung von „IKT-Zertfizierten Sachkundigen für die Kalibrierung von Drosseleinrichtungen“
Programm und Anmeldung Für den Drossel-Workshop

Portrait eines Mannes mit Brille und Anzug

Marcel Goerke, M.Sc., Leiter der Prüfstelle für Durchflussmessung

Haben Sie noch Fragen? Dann sprechen Sie uns gerne unverbindlich an!

Ansprechpartner

Marcel Goerke, M.Sc.
Leiter Prüfstelle für Durchflussmessung
Tel.: 0209 17806-34
E-Mail: goerke@ikt.de

 

Die Regelungen in den Bundesländern

Baden-Württemberg (Eigenkontrollverordnung)
Die Eigenkontrolle umfasst die Sichtkontrolle von Einlauf, Überläufen und Ablauf der Anlagen auf Ablagerungen und Verstopfungen und die Funktionskontrolle der technischen Ausrüstung, der Messgeräte und Drosseleinrichtungen. Die Abwasserdurchflussmessung bei Anlagen ab 1000 EW erfolgt durch Messgeräte mit selbstschreibendem Anzeigegerät und uhrzeitsynchronem Zählwerk oder durch magnetisch-induktive Durchflussmesseinrichtung (MID) beziehungsweise gleichwertige Verfahren. Die Messeinrichtung ist mindestens alle fünf Jahre durch einen Sachverständigen oder Sachkundigen zu überprüfen.
Bayern (EÜV)
Bei Regenbecken mit Messeinrichtungen zur Erfassung des Wasserstands ist auch das Entlastungsverhalten für jedes Regenereignis festzustellen. Dazu gehört, geordnet nach dem Datum der jeweiligen Regenereignisse, die Ermittlung des maximalen Füllstands beziehungsweise der maximalen Überlaufhöhe sowie der Fülldauer und Überlaufdauer. Die Messergebnisse sind jährlich auszuwerten. Zusätzlich ist jährlich die Einstellung des Drosselabflusses zu überprüfen und das Ergebnis dem tatsächlichen Anschlussgrad im Einzugsgebiet gegenüber zu stellen.
Brandenburg (Brandenburgische KanalnetzAnzeigeVV)
Für Drosselorgane wird eine Funktionskontrolle gemäß Herstellerangaben gefordert. Diese ist laut Herstellerangaben – aber mindestens jährlich – durchzuführen.
Hessen (§ 10 EKVO)
Bei Regenentlastungen mit gesteuerten oder geregelten Drosseleinrichtungen mit beweglichen Teilen ist eine hydraulische Prüfung alle fünf Jahre durch Prüfstellen gemäß § 10 EKVO gefordert, und passive Drosseleinrichtungen ohne bewegliche Teile sind alle 10 Jahre zu kalibrieren. Die Anforderungen gelten als erfüllt, wenn der Mittelwert der Abflusskurve um nicht mehr als 12 Prozent vom Sollwert abweicht und wenn die größte Abweichung nicht größer als 20 Prozent des Sollwerts ist.
Nordrhein-Westfalen (SüwVO Abw NRW, SüwV-kom NRW)
Alle fünf Jahre ist eine hydraulische Kalibrierung der Drosseleinrichtung von Regenklärbecken, Regenüberlaufbecken, Stauraumkanälen und Regenrückhaltebecken durchzuführen. Bei festgestellten Abweichungen der Drosselwassermenge von mehr als 20 Prozent vom Sollwert hat eine Sanierung der Drosseleinrichtung innerhalb eines Jahres zu erfolgen. Als Sollwert ist der in der wasserrechtlichen Genehmigung festgelegte Drosselabfluss zugrunde zu legen. Zusätzlich ist nach SüwV-kom die Überprüfung der Abflussmengenmessung alle drei Jahre durch eine staatlich anerkannte Prüfstelle vorgeschrieben.
Sachsen-Anhalt (Eigenüberwachungsverordnung)
Die Überwachung der Regenbecken umfasst die Sichtkontrolle von Anlagen auf Ablagerungen und Verstopfungen und die Funktionskontrolle der technischen Ausrüstung, der Messgeräte und Drosseleinrichtungen. Die Überwachung soll insbesondere nach Belastung der Anlagen durch Starkregenereignisse, mindestens jedoch vierteljährlich durchgeführt werden. An der Einleitungsstelle in das Gewässer sind vierteljährlich Sichtkontrollen auf Auffälligkeiten durchzuführen.
Thüringen (ThürAbwEKVO)
In Thüringen ist laut Anhang 2 der Verordnung eine hydraulische Funktionskontrolle der Drosselorgane durch Sachkundige alle fünf Jahre vorgeschrieben.
Stand: Juni 2020