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IKT-eNewsletter März 2013
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IKT-Newsletter

Engagierte Projektleiter mit Goldenem Kanaldeckel ausgezeichnet

Das IKT hat zum elften Mal den Preis "Goldener Kanaldeckel" vergeben. Im Rahmen des IKT-Forums "Niederschlagswasser: Grundstück, Straße, Vegetation" wurden drei Mitarbeiter von Kanalnetzbetreibern für ihr herausragendes Engagement und vorbildhafte Projekte im Bereich der Kanalinfrastruktur geehrt.

Die Preisträger im Überblick

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Goldener Kanaldeckel des IKT

Erster Platz

Preisträger:   Dipl.-Ing. Horst Baxpehler, Erftverband
Projekt:   Geruchsermittlung, Geruchsvermeidung, Maßnahmen, Erkenntnisse
Preisgeld:   2.000,00 Euro

Zweiter Platz

Preisträger:   Dipl.-Ing. Volker Jansen, Abwasserbetrieb Troisdorf
Projekt:   Dichtheitsprüfung von Grundstücksentwässerungsanlagen
Preisgeld:   1.000,00 EUR

Dritter Platz

Preisträger:   Holger Hesse, Stadtwerke Arnsberg, Stadtentwässerung
Projekt:   Geruchs- und Korrosionsbekämpfung sowie Vermeidung der Schwefelwasserstoffbildung innerhalb kommunaler Abwassersonderbauwerke
Preisgeld:   500,00 EUR



Aufwendige Geruchsbekämpfung nach Rückbau einer Kläranlage

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Erster Platz:
Dipl.-Ing. Horst Baxpehler

Seit dem Rückbau einer kleinen Kläranlage für rund 300 Einwohnerwerte vor einigen Jahren wird das Abwasser über eine Druckleitung durch eine Talniederung zu einem Freispiegelkanal gefördert. Diese Mischwasserleitung verläuft dann im Ort sehr oberflächennah. Dort kam es in der Folge zu erheblichen Geruchsbelästigungen, die sich zu einem Politikum auswuchsen.

Baxpehler setzte auf eine geschickte Kombination technischer Lösungen bei gleichzeitiger Einbindung der Bürger in diesen Entwicklungsprozess. Zunächst wurden die Ursachen der Geruchsentstehung und -verbreitung ermittelt. Dazu wurden Messkampagnen mit innovativen Werkzeugen aus Messtechnik und Datenkommunikation umgesetzt – bis hin zu einem eigens entwickelten Kanaldeckel mit eingegossener Antenne. Schließlich wurden Fäulnisprozesse in der Druckleitung als Ursache der Geruchsbelästigung ausgemacht.

In der Folge wurden vielfältige Maßnahmen zur Reduzierung des Geruchs sowohl im Bereich der Freispiegelleitung als auch an der Pumpstation durchgeführt. Zentrale Elemente waren eine gezielte Entlüftungsführung gegen die Fließrichtung durch den Einsatz von selbst entwickelten Verschlüssen und Lüftungskaminen sowie der Einsatz einer Streckenbelüftung mit Luftdosierschlauch im letzten Teil der Druckleitung. Die Maßnahmen wurden durch eine intensive Kommunikation mit den Anwohnern begleitet. So konnte die Akzeptanz für das Vorgehen des Erftverbands deutlich verbessert werden.

Baxpehlers Projekt bietet eine umwelt- und bürgerfreundliche Lösung für das schwierige Problem der Geruchsentstehung in Kanälen, insbesondere im Umfeld von Abwasserdruckleitungen. Technische Innovationen spiegeln sich sowohl in der Kombination als auch in der technische Umsetzung der Einzelmaßnahmen wider.

Dichtheitsprüfung von Grundstücksentwässerungsanlagen

Mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld von 1.000 Euro wurde die Leistung von Dipl.-Ing. Volker Jansen, stellvertretender Vorstand des Abwasserbetriebs Troisdorf, gewürdigt. Auf sein Betreiben hin wurde in Troisdorf (NRW, 77.000 Einwohner) das Thema Dichtheitsprüfung privater Abwasseranlagen seit 2003 aktiv angepackt. Jansen zeichnet für das Konzept zur Umsetzung der Dichtheitsprüfpflicht bis 2020 verantwortlich.

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Zweiter Platz:
Dipl.-Ing. Volker Jansen

Als Schlüssel zu einer erfolgreichen Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben hat sich die intensive Öffentlichkeitsarbeit erwiesen: Mit Bürgerinformationsabenden, Informationen über den Seniorenrat, Einzelberatungen, einer Internetseite, Broschüren und persönlichen Anschreiben wurden die Eigentümer stets auf dem Laufenden gehalten. Reine Fachargumente überzeugten dabei weniger als Veranschaulichungen und das Ansprechen der emotional besetzten Bereiche Gesundheit und Geld.

Ergebnis des engagierten Vorgehens der Stadt Troisdorf und des Abwasserbetriebs: Bis Ende 2011 lagen bereits für mehr als 6.000 von 17.500 Liegenschaften Bescheinigungen mit dem Vermerk "dicht" vor – und das obwohl bei der Erstprüfung etwa 80 Prozent aller Leitungen undicht waren. Einen großen Anteil an diesem Erfolg hat die aktive Sanierungsberatung, die der Abwasserbetrieb zusätzlich durchgeführt hat.

Trotz der aktuell unsicheren Gesetzeslage in Nordrhein-Westfalen leistet der Abwasserbetrieb weiterhin Überzeugungsarbeit bei den Eigentümern und versucht, mit den Bürgern im Gespräch zu bleiben. Volker Jansen hat sich in vorbildlicher Weise für die Bürgerberatung zur Dichtheitsprüfung eingesetzt – und tut es immer noch. Mit seiner hohen Sensibilität für das Empfinden der Bürger schafft er große Akzeptanz für die Kanaluntersuchung unter den Eigentümern.

Geruchs- und Korrosionsbekämpfung in Abwassersonderbauwerken

Als dritter Preisträger wurde Holger Hesse von den Stadtwerken Arnsberg mit der Trophäe und 500 Euro Preisgeld ausgezeichnet. Mit dem von ihm geleiteten Projekt haben sich die Stadtwerke Arnsberg dem Thema Geruchs- und Korrosionsbekämpfung zugewandt, das viele Abwassernetzbetreiber betrifft.

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Dritter Platz:
Holger Hesse

Problemfall in Arnsberg ist ein Schmutzwasserpumpwerk mit abgehender Druckleitung, an deren Hochpunkt das Abwasser in eine Freispiegelleitung eingeleitet wird, die mitten in einem Wohngebiet liegt und dort zu Geruchsbelästigungen führt. Zu den Einleitern gehören private Haushalte, zwei gastronomische Betreibe sowie ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Milchviehhaltung. Problematisch sind Korrosionsschäden, wiederkehrende Fettanhaftungen im Pumpwerk und erhebliche Geruchsbelästigungen im Umkreis des Pumpwerks und entlang der Freigefälleleitung im Wohngebiet.

Die zunächst eingesetzten, herkömmlichen Techniken brachten keinen Erfolg. Und so startete das Projekt unter Leitung von Holger Hesse mit dem Ziel, eine innovative und nachhaltige Lösung zu finden. In enger Zusammenarbeit mit der Firma Fix Chemie Produktion aus Selm wurde eine erste Produktgeneration mit oberflächenwirksamen Detergentien entwickelt und als Feststoff im Pumpwerk angewendet. Das Produkt wurde Schritt für Schritt weiterentwickelt und optimiert, die Funktionalität und Wirkungsweise verbessert und die Wirkungsdauer verlängert. Das Produkt ist seit mittlerweile vier Jahren erfolgreich im Einsatz. Das Handling ist einfach. Zusätzliche Wartungs-, Energie- und Lagerhaltungskosten fallen nicht an.

Holger Hesse hat mit seinem Engagement Entwicklung in einem Bereich initiiert, begleitet und umgesetzt, der für viele Betreiber von Kanalnetzen bisher ungelöste Probleme bereit hält. Ergebnis ist eine einfache und effiziente Methode, die nach Überzeugung der Stadtwerke Arnsberg in einer Art Baukastenprinzip auf eine Vielzahl anderer Problemfälle übertragbar ist.

Sponsoren

Der "Goldene Kanaldeckel" wurde dankenswerter Weise von folgenden Firmen finanziell unterstützt:

 
 

 
 

 
 

 
 

 




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