Zwischen Starkregen und Trockenheit: Oberbürgermeisterin Andrea Henze besucht das IKT

IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek, Oberbürgermeisterin Andrea Henze und der Wissenschaftliche Leiter Prof. Bert Bosseler zwischen zwei Kanalrohren auf dem IKT-Versuchsgelände

Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze zu Besuch im IKT: Gemeinsam mit IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek (l.) und dem Wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler (r.) besichtigte sie die Versuchseinrichtungen des Instituts.

Zu viel Wasser, zu wenig Wasser: Beim Besuch der Gelsenkirchener Oberbürgermeisterin Andrea Henze im IKT ging es um Forschung im Maßstab 1:1, enge lokale Partnerschaften und die Folgen des Klimawandels für kommunale Abwassernetze.

Andrea Henze folgte damit einer Einladung des Instituts, seine Arbeit und umfangreichen Versuchseinrichtungen näher kennenzulernen. Empfangen wurde sie von IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek und dem Wissenschaftlichen Leiter des IKT, Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler.

Andrea Henze ist seit November 2025 Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen. Bei ihrem Rundgang zeigte sie großes Interesse an den Forschungs-, Prüf- und Weiterbildungsaktivitäten des Instituts und insbesondere an deren Bedeutung für kommunale Abwasserbetriebe.

Forschung unter realen Bedingungen im Maßstab 1:1

Oberbürgermeisterin Andrea Henze und IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek bei einem Rundgang durch die große IKT-Versuchshalle

Rundgang durch die große Versuchshalle: IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek erläutert Oberbürgermeisterin Andrea Henze die Forschungs- und Prüfmöglichkeiten des Instituts.

Ein Schwerpunkt des Besuchs war der große Versuchsstand des IKT. Hier können komplette Kanalisationsbaustellen realitätsnah im Maßstab 1:1 aufgebaut werden. Rohre, Schächte, Sanierungssysteme und weitere Bauteile werden unter kontrollierten und reproduzierbaren Bedingungen untersucht. So lassen sich neue Verfahren und Produkte nicht nur theoretisch bewerten, sondern unter Bedingungen testen, die dem späteren Einsatz auf der Baustelle möglichst nahekommen.

Die Fragestellungen für die IKT-Forschungsprojekte entstehen überwiegend aus der Praxis kommunaler Abwasserbetriebe. Vertreterinnen und Vertreter der Stadtentwässerungen begleiten die Vorhaben, bringen ihre Betriebserfahrungen ein und wirken an der Festlegung der Versuchsprogramme mit. Ziel sind belastbare und unmittelbar nutzbare Erkenntnisse für Bau, Betrieb und Sanierung der unterirdischen Infrastruktur.

Das gilt ebenso für die vergleichenden IKT-Warentests. In ihnen werden Produkte und Verfahren unter Labor- und Praxisbedingungen untersucht. Die Ergebnisse sollen kommunalen Netzbetreibern helfen, Investitionsentscheidungen fachlich fundiert vorzubereiten und die Qualität im Kanalnetz langfristig zu sichern.

Prof. Bert Bosseler erklärt Oberbürgermeisterin Andrea Henze einen Versuchsaufbau im IKT

Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler, Wissenschaftlicher Leiter des IKT, erläutert Oberbürgermeisterin Andrea Henze einen Versuchsaufbau.

GELSENKANAL und Feuerwehr: starke Partner vor Ort

Besonders erfreut zeigte sich Andrea Henze darüber, dass das IKT mit zwei kommunalen Institutionen aus Gelsenkirchen eng zusammenarbeitet: mit der Stadtentwässerung GELSENKANAL und mit der Feuerwehr Gelsenkirchen.

GELSENKANAL zählt zu den wichtigsten kommunalen Partnern des IKT in Forschungs- und Warentestprojekten. Die Fachleute der Stadtentwässerung bringen ihre Erfahrungen aus Planung, Bau und Betrieb des Gelsenkirchener Kanalnetzes in die Projekte ein. Dieser enge Praxisbezug ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Instituts.

Mit der Feuerwehr Gelsenkirchen verbindet das IKT ebenfalls eine intensive Zusammenarbeit. Gemeinsam wird der sichere Einstieg in Abwasserschächte und die Rettung von Menschen aus unterirdischen Kanälen geschult. Dafür bietet der große Forschungskanal des IKT besondere Möglichkeiten: Einsatz- und Rettungssituationen können praxisnah trainiert werden, ohne dass die Teilnehmenden den Gefahren eines realen Abwasserkanals ausgesetzt sind.

Oberbürgermeisterin Andrea Henze im Gespräch mit Vertretern des IKT in einer Versuchseinrichtung

Fachlicher Austausch in der Versuchshalle: Oberbürgermeisterin Andrea Henze informierte sich über aktuelle Fragestellungen kommunaler Abwasserbetriebe.

Klimawandel bedeutet nicht nur Starkregen

Im anschließenden Gespräch ging es um die infrastrukturellen Herausforderungen, die sich für Städte und Gemeinden aus dem Klimawandel ergeben. Im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion steht häufig der Schutz vor urbanen Überflutungen durch Starkregen. Kanalnetze können jedoch nicht für jedes Extremereignis ausgelegt werden. Deshalb müssen Stadtentwässerung, Überflutungsvorsorge, Stadtplanung sowie blau-grüne Infrastruktur gemeinsam betrachtet werden.

Der Klimawandel stellt Abwasserbetriebe aber noch vor eine zweite, zunehmend wichtige Herausforderung: längere Trockenperioden und fehlende Niederschläge. Bleibt Regen über einen längeren Zeitraum aus, fehlen in Mischwasserkanälen zusätzliche Abflüsse und Spülwirkungen. Geringere Wasserstände und Fließgeschwindigkeiten können Ablagerungen sowie längere Aufenthaltszeiten des Abwassers im Netz begünstigen.

Bert Bosseler erklärt, wie das IKT forscht.

Prof. Bert Bosseler erläutert ein aktuelles IKT-Projekt

Dadurch können sich verstärkt anaerobe Bedingungen entwickeln. Mögliche Folgen sind Geruchsbelästigungen durch Schwefelwasserstoff und – unter entsprechenden Randbedingungen – biogene Schwefelsäurekorrosion an Betonrohren und Bauwerken. Trockenheit ist damit nicht allein ein Thema der Grünflächenpflege oder der Trinkwasserversorgung, sondern kann auch den Betrieb und den Werterhalt der Kanalisation unmittelbar betreffen.

Regenwasser muss deshalb künftig noch stärker als Ressource betrachtet werden. Es geht darum, Niederschläge möglichst vor Ort zu speichern, zu versickern, zu verdunsten oder für Trockenphasen verfügbar zu machen. Starkregenvorsorge und der Umgang mit Trockenheit sind dabei zwei Seiten derselben Aufgabe: Kommunen müssen widerstandsfähiger gegenüber beiden Extremen werden. Mehr zu diesem Thema lesen Sie im IKT-Blogbeitrag „Zu viel, zu wenig, zu schmutzig: Warum Regenwasser neu bewirtschaftet werden muss“.

IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek und Oberbürgermeisterin Andrea Henze vor einem großen Kanalrohr in der IKT-Versuchshalle

Forschung zum Anfassen: IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek und Oberbürgermeisterin Andrea Henze vor einem Großrohr in der Versuchshalle.

Impulse für die weitere Arbeit

Oberbürgermeisterin Andrea Henze kündigte an, die angesprochenen Themen und Impulse in ihre weitere Arbeit aufzunehmen. Das IKT dankt ihr für den Besuch, das große Interesse und den offenen Austausch.

Als gemeinnütziges Forschungsinstitut mit Sitz in Gelsenkirchen wird das IKT auch künftig gemeinsam mit kommunalen Partnern an praxisnahen Lösungen für eine sichere, leistungsfähige und klimaangepasste unterirdische Infrastruktur arbeiten.




Eisenbahn-Bundesamt legt IKT als Prüfstelle für dezentrale Abwasserbehandlungsanlagen fest

Mitarbeiter der IKT-Prüfstelle nimmt eine Wasserprobe im Ablauf einer Niederschlagswasserbehandlungsanlage

Was kommt hinten heraus? Die IKT-Prüfstelle Regenwasserbehandlung testet dezentrale Niederschlagswasserbehandlungsanlagen auf Stoffrückhalt und hydraulische Leistungsfähigkeit.

Hersteller dezentraler Niederschlagswasserbehandlungsanlagen können die Reinigungsleistung ihrer Systeme im IKT jetzt auch für den Einsatz an Bahnanlagen nachweisen lassen. Das Eisenbahn-Bundesamt hat das IKT als Prüfstelle für dezentrale Abwasserbehandlungsanlagen festgelegt.

Damit steht Herstellern ein klar beschriebener Prüfweg für einen anspruchsvollen Einsatzbereich offen. Denn Niederschlagswasser von Bahnanlagen kann neben Feststoffen und Schwermetallen auch Herbizide enthalten. Geeignete Behandlungsanlagen müssen zeigen, dass sie die jeweils maßgebenden Stoffe zuverlässig zurückhalten.

Was die Festlegung des Eisenbahn-Bundesamts für Hersteller bedeutet

In der neuen Ausgabe der „Fachinformation für die Entwässerung von Bahnanlagen“ vom Juni 2026 nennt das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) das IKT ausdrücklich als Prüfstelle für dezentrale Abwasserbehandlungsanlagen.

Für Hersteller bedeutet das: Die erforderliche Reinigungsleistung kann nach den vom EBA genannten Prüfverfahren im IKT untersucht und nachgewiesen werden.

Große Niederschlagswasserbehandlungsanlage im aufgebauten Zustand auf dem IKT-Prüfstand

Prüfung im Originalmaßstab: Auch große Niederschlagswasserbehandlungsanlagen können in der IKT-Versuchshalle unter kontrollierten Bedingungen untersucht werden.

Warum Bahnanlagen besondere Anforderungen stellen

Wo Niederschlagswasser von belasteten Flächen in das Grundwasser oder in ein Oberflächengewässer eingeleitet werden soll, müssen Stoffeinträge wirksam begrenzt werden. Das gilt für Straßen und andere Verkehrsflächen ebenso wie für Gleisanlagen.

Bei Bahnanlagen kommt eine Besonderheit hinzu: Auf Gleisflächen findet im Regelfall eine chemische Vegetationskontrolle statt. Neben abfiltrierbaren Stoffen und Schwermetallen können deshalb auch Pflanzenschutzmittel im Niederschlagswasser auftreten.

Die üblichen Zulassungsverfahren des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) für Anlagen zur Behandlung von Niederschlagswasser aus Siedlungs- und Kfz-Verkehrsflächen erfassen den Rückhalt von Herbiziden bislang nicht. Mit der „Fachinformation für die Entwässerung von Bahnanlagen“ ergänzt das EBA deshalb die Vorgaben aus DWA-A 102-2 und DWA-A 138-1 um bahnspezifische Anforderungen.

Schnittgrafik des SediPoint mit Zu- und Ablauf sowie dem Strömungsweg durch den vertikalen Behandlungsschacht.

Beispiel einer dezentralen Niederschlagswasserbehandlungsanlage: Die Systemgrafik des SediPoint zeigt die Strömungsführung und die Abscheidung von Feststoffen im Behandlungsschacht.

Welche Prüfungen sind möglich?

Je nach Stoffgruppe sieht das Eisenbahn-Bundesamt unterschiedliche Prüfverfahren vor:

Ist eine Anlage für den Rückhalt von Herbiziden vorgesehen, wird wegen möglicher Wechselwirkungen auch der Schwermetallrückhalt nach der VSA-Leistungsprüfung untersucht. Dabei stehen insbesondere Kupfer und Zink sowie die Herbizide Diuron und Mecoprop im Fokus.

Wichtig bleibt der Einzelfall: Anforderungen oder Verbote in Wasserschutzgebieten und weitere standortspezifische Vorgaben sind unabhängig vom Leistungsnachweis zu beachten.

Prüfen unter kontrollierten Bedingungen

Im IKT lassen sich Niederschlagsereignisse, Durchflüsse und Stoffbelastungen reproduzierbar simulieren.

Mitarbeiter der IKT-Prüfstelle kontrolliert eine dezentrale Niederschlagswasserbehandlungsanlage auf dem Prüfstand

Alles unter Kontrolle: Das IKT untersucht hydraulische Leistungsfähigkeit und Stoffrückhalt dezentraler Niederschlagswasserbehandlungsanlagen.

Die zu prüfende Anlage wird unter definierten hydraulischen und stofflichen Bedingungen betrieben. Proben aus Zu- und Ablauf zeigen, welche Stoffmengen zurückgehalten werden und wie stabil die Reinigungsleistung unter unterschiedlichen Belastungen bleibt.

Dabei vereint das IKT die Kompetenzen aus zwei Prüfbereichen:

Zur Ausstattung gehören mobile und stationäre Durchfluss- und Wasserstandsmessgeräte, Datenlogger, automatische Probenehmer sowie großmaßstäbliche Versuchsstände in der IKT-Versuchshalle.

Von der Prüfidee zum belastbaren Nachweis

Am besten beginnt die Abstimmung bereits vor dem eigentlichen Versuch. Gemeinsam klären Hersteller und IKT:

  • Für welchen Einsatzbereich ist die Anlage vorgesehen?
  • Welche Stoffgruppen müssen untersucht werden?
  • Welches Prüfverfahren ist anzuwenden?
  • Welche Unterlagen und Anlagenkonfigurationen werden benötigt?

So entsteht ein passendes und nachvollziehbares Prüfprogramm.

Übergabe eines IKT-Geprüft-Siegels an einen Hersteller einer Niederschlagswasserbehandlungsanlage

Beispiel aus einem früheren Prüfprojekt nach DWA-A 102: IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek (links) überreicht das „IKT-Geprüft“-Siegel an Ingo Pfirrmann, Vertriebsleiter Versorgung bei Georg Fischer.

Warum Hersteller von einer unabhängigen Prüfung profitieren

Eine unabhängige Prüfung schafft eine belastbare Grundlage für Gespräche mit Behörden, Planern und Betreibern. Sie zeigt nachvollziehbar, welche Reinigungsleistung eine Anlage unter den vorgegebenen hydraulischen und stofflichen Belastungen erreicht.

Gleichzeitig erhält der Hersteller konkrete Erkenntnisse über die hydraulische Funktion, den Stoffrückhalt und mögliche Optimierungspunkte seines Systems. Schwachstellen lassen sich erkennen, bevor die Anlage in einem konkreten Projekt eingesetzt oder der Verwendbarkeitsnachweis eingereicht wird.

Bereits im IKT geprüft:
Übersicht der IKT-geprüften Niederschlagswasserbehandlungsanlagen zeigt dezentrale und semizentrale Systeme, die das IKT bereits untersucht hat.

Prüfbericht und „IKT-Geprüft“-Siegel: belastbare Nachweise für Hersteller und Kunden.

Nach bestandener Prüfung erhalten Hersteller einen fachlichen Prüfbericht und ein „IKT-Geprüft“-Siegel für ihre Öffentlichkeitsarbeit.

Podcast-Hörtipp: Marcel Goerke im Gespräch

In der Podcast-Folge „Dezentrale Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung“ spricht Prof. Dr.-Ing. Bert Bosseler mit Marcel Goerke, Leiter der DIBt-anerkannten IKT-Prüfstelle, über Technik, Prüfung, Zulassung und Betrieb dezentraler Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung.
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Fazit: Neuer Prüfweg für Hersteller

Mit der Festlegung durch das Eisenbahn-Bundesamt erweitert sich das Einsatzfeld der IKT-Prüfstelle. Hersteller erhalten eine neutrale und unabhängige Anlaufstelle, um die Reinigungsleistung dezentraler Abwasserbehandlungsanlagen für Bahnanlagen prüfen und dokumentieren zu lassen.

Fachinformation für die Entwässerung von Bahnanlagen – Ausgabe Juni 2026

 

Jetzt Prüfvorhaben abstimmen

Sie entwickeln oder vertreiben eine dezentrale Anlage zur Behandlung von Niederschlagswasser und möchten deren Eignung für Bahnanlagen nachweisen?

Marcel Goerke, M.Sc.
Leiter der DIBt-anerkannten IKT-Prüfstelle

Marcel Goerke, M.Sc.
Leiter der DIBt-anerkannten IKT-Prüfstelle
goerke@ikt.de

Sprechen Sie uns frühzeitig an. Wir beraten Sie gerne zum passenden Prüfverfahren, zu den erforderlichen Nachweisen und zum Ablauf Ihres Prüfvorhabens.

Marcel Goerke, M.Sc.
Leiter der DIBt-anerkannten IKT-Prüfstelle
Telefon: 0209 17806-34
E-Mail: Prüfvorhaben per E-Mail anfragen

IKT-Prüfstelle Regenwasserbehandlung
IKT-Prüfstelle für Durchflussmessung




Zu viel, zu wenig, zu schmutzig: Warum Regenwasser neu bewirtschaftet werden muss

Hand in Hand: Regenwasser bewirtschaften und Schwammstadt umsetzen

Zu viel Wasser, zu wenig Wasser, schmutziges Wasser: Regenwasserbewirtschaftung ist längst mehr als Ableiten. Menge, Qualität, Starkregen und Dürre müssen gemeinsam gedacht werden. Was dies konkret für Stadtentwässerungen bedeutet, besprechen Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler und Dr.-Ing. Maike Stover im Podcast „Umgang mit Regenwasser“.

Die zentrale Botschaft: Regenwasserbewirtschaftung ist heute eine hochrelevante Frage für Kommunen geworden. Es geht um Überflutungsvorsorge, Klimaanpassung, Hydraulik, Gewässerschutz, Stadtplanung, Betrieb, Recht und Finanzierung.

Was Betreiber aus der Podcast-Folge mitnehmen

  • warum Kanalnetze nicht für jedes Extremereignis ausgelegt werden können,
  • wie Wasserhaushaltsbilanzierung bei der Planung hilft,
  • welche Rolle Verdunstung, Versickerung und Abfluss spielen,
  • warum AFS63, Schwermetalle, Mikroplastik und gelöste Stoffe stärker in den Fokus rücken,
  • weshalb zentrale und dezentrale Regenwasserbehandlung zusammen gedacht werden sollten,
  • und warum Abwasserbetriebe beim Starkregen oft als „Kümmerer“ gefragt sind – aber nicht allein verantwortlich sein können.

Die vollständige Folge gibt es auf Spotify und podcast.de zu hören.

Regenwasser ist nicht gleich Regenwasser

überflutete Straße mit Fahrzeugen vor Altbauhäusern aus Auto heraus fotografiert

Starkregen bringen Wassermengen mit sich, für die die Kanalisation meist nicht bemessen wurde.

Im Normalfall geht es in der Stadtentwässerung häufig um den sogenannten Bemessungsregen: Regenereignisse, für die Kanalnetze geplant, betrieben und nachgewiesen werden. Diese Aufgabe bleibt zentral. Das Kanalnetz muss den Entwässerungskomfort sicherstellen, Abflüsse ableiten und die Behandlung belasteter Regenwetterabflüsse ermöglichen.

Anders sieht es bei Extremereignissen aus. Starkregen kann in kurzer Zeit Wassermengen bringen, die technisch und wirtschaftlich nicht allein über unterirdische Kanäle beherrschbar sind. Würden Kanalnetze für seltene Extremereignisse dimensioniert, wären sie vielerorts baulich kaum umsetzbar und wirtschaftlich nicht vertretbar.

Damit verschiebt sich die Perspektive: Der Abwasserkanal bleibt wichtig. Aber er ist nur ein Baustein. Für Starkregen, Überflutungsvorsorge und Dürreperioden braucht es zusätzliche Lösungen an der Oberfläche, in der Stadtplanung und im Zusammenspiel vieler kommunaler Akteure.

Straßeneinlauf im Regen

Wie viel Regenwasser fließt über die Kanalisation ab – und wie viel versickert vor Ort?

Menge: Den lokalen Wasserhaushalt besser verstehen

Ein moderner Ansatz ist die Wasserhaushaltsbilanzierung. Dabei wird nicht nur gefragt, wie viel Wasser schnell abgeleitet werden kann. Entscheidend ist vielmehr: Wie würde sich der Regen im natürlichen Referenzzustand aufteilen?

Drei Größen stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Abfluss: Welcher Anteil fließt oberflächlich oder über technische Systeme ab?
  • Grundwasserneubildung: Welcher Anteil versickert und trägt zur Anreicherung des Grundwassers bei?
  • Verdunstung: Welcher Anteil wird über Boden, Vegetation und Oberflächen wieder an die Atmosphäre abgegeben?

Straße Regenwasser Versickerung

Umbau im Bestand: Mulde zum Rückhalt von Regenwasser in der Straßenmitte

Das Ziel: Auch in bebauten Gebieten soll die Abweichung vom natürlichen Wasserhaushalt möglichst gering bleiben. Das gilt für Neubaugebiete ebenso wie für den Bestand, auch wenn die Umsetzung dort deutlich schwieriger ist.

Blau-grüne Infrastruktur: Nicht alles hilft gegen alles

Blau-grüne Maßnahmen sind derzeit in aller Munde. Gemeint sind zum Beispiel Rinnen an der Oberfläche, Retentionsflächen, Versickerungsmulden, Rain Gardens, Baumrigolen, Gründächer oder entsiegelte Flächen.

Starkregen Verzögerung Ablauf

Gründächer dienen dem Rückhalt und der Verdunstung von Regenwasser

Wichtig ist: Die Maßnahmen wirken unterschiedlich. Versickerungsmulden, Rigolen und Baumrigolen stärken vor allem die Versickerung und damit die Grundwasserneubildung. Gründächer wirken dagegen besonders über Rückhalt, Verzögerung und Verdunstung. Häufig braucht es deshalb Kombinationen, etwa ein Gründach mit nachgeschalteter Versickerung.

Der entscheidende Punkt ist nicht, möglichst viele Maßnahmen wahllos zu addieren. Entscheidend ist, die Maßnahmen passend zum Gebiet, zum Untergrund und zur gewünschten Wasserhaushaltsbilanz zusammenzusetzen.

Wie blau-grüne Infrastruktur im Straßenraum konkret aussehen kann, zeigt ein Praxisbeispiel im Video.

Praxispunkt für Kommunen:
Blau-grüne Infrastruktur ist kein reines Gestaltungselement. Viele Anlagen sehen natürlich aus, sind aber technische Bauwerke mit Speicherraum, Notüberlauf, Betriebsanforderungen und langfristigem Unterhaltungsbedarf.

Qualität: Der Schmutz steckt oft im feinen Korn

Retentionsfläche Straße Autoverkehr

Regenwasser von Verkehrsflächen kann durch Straßenstaub, Schwermetalle, Öle und Reifenabrieb belastet sein.

Regenwasser ist nicht automatisch sauber. Gerade von Verkehrsflächen werden Stoffe abgeschwemmt, die für Gewässer relevant sind. Im Podcast beschreibt Maike Stover sehr anschaulich, dass man vereinfacht vom „Straßenstaub“ sprechen kann. Fachlich geht es um abfiltrierbare Stoffe, kurz AFS.

Besonders wichtig ist inzwischen die feinere Fraktion AFS63. Je kleiner die Partikel, desto größer ist ihre spezifische Oberfläche. An diesen feinen Partikeln können sich Schadstoffe anlagern, etwa Schwermetalle, Mineralölkohlenwasserstoffe, PAK, Öle, Pestizide, PFAS oder Mikroplastik. Hinzu kommt: Einige Stoffe liegen nicht nur partikulär gebunden, sondern auch gelöst vor.

Damit wird Regenwasserbehandlung anspruchsvoller. Grobe Sedimentation allein reicht für viele Fragestellungen nicht mehr aus. Filtration und weitergehende Behandlungsansätze rücken stärker in den Fokus.

Drosselorgan in Betonbecken

Drosselorgane und Regenbecken: Betrieb, Kontrolle und hydraulische Funktion bleiben zentrale Praxisfragen.

Bestehende Regenbecken: Prüfen, optimieren, weiterentwickeln

Viele Regenklärbecken und Regenüberlaufbecken wurden zu einer Zeit gebaut, in der andere Zielgrößen und Bemessungsansätze im Vordergrund standen. Das bedeutet nicht, dass bestehende Anlagen pauschal ersetzt werden müssen. Aber sie sollten fachlich überprüft und, wo sinnvoll, optimiert werden.

Mögliche Ansatzpunkte sind unter anderem:

  • hydraulische Optimierungen im Zulauf,
  • die Verringerung der Beschickung durch Abkopplung wenig belasteter Flächen,
  • Lamellen zur Verbesserung der Abscheideleistung,
  • technische Filterelemente,
  • oder andere nachrüstbare Systeme.

Ein wichtiger Hebel liegt bereits im Einzugsgebiet: Wenn sauberes oder wenig belastetes Regenwasser im Gebiet gehalten, versickert oder verdunstet werden kann, muss es nicht unnötig zentrale Behandlungsanlagen belasten.

Dezentrale Filteranlage Straße

Beispiel einer dezentralen Regenwasserfilteranlage

Dezentrale Anlagen: Große Vielfalt, viele Betreiberfragen

Neben zentralen Bauwerken spielen dezentrale Anlagen eine wachsende Rolle. Sie können direkt an belasteten Flächen ansetzen und zum Beispiel helfen, stark belastete Teilströme vorzubehandeln. Gleichzeitig ist der Markt groß und unübersichtlich: Anlagen unterscheiden sich nach Wirkprinzip, Bauform, Einsatzbereich, Wartungsbedarf und betrieblicher Robustheit.

Genau hier setzt die IKT-Perspektive an: Für Betreiber zählt nicht nur, welche Reinigungsleistung eine Anlage unter Prüfbedingungen erreicht. Entscheidend ist auch, wie sie sich im Betrieb verhält. Wie schnell setzt ein Filter zu? Wie aufwendig ist die Reinigung? Welche Wartungsintervalle sind realistisch? Wie funktioniert die Anlage nach Monaten oder Jahren im tatsächlichen Einsatz?

Deshalb ist der Blick auf Betrieb, Wartung und Praxistauglichkeit mindestens so wichtig wie der Blick auf Laborwerte.

 

Starkregen: Abwasserbetriebe als Kümmerer – aber nicht als Einzelkämpfer

Operation am offenen Herzen: Schwammstadt-Großbaustelle in Bochum

Bei Starkregen zeigt sich besonders deutlich, dass Regenwasserbewirtschaftung eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Abwasserbetriebe verfügen über viel Kompetenz: Sie kennen das Abflussgeschehen, betreiben Kanalnetze, rechnen hydraulische Modelle und erstellen Starkregengefahrenkarten.

Viele Betriebe verstehen sich deshalb zunehmend als fachliche Kümmerer. Sie liefern Daten, erkennen Bedarfe und bringen Hinweise in Stadtplanung, Straßenbau, Grünflächenplanung, Katastrophenschutz und Verwaltung ein.

Aber: Eine Stadt vollständig gegen Starkregen zu schützen, kann nicht allein Aufgabe der Stadtentwässerung sein. Rechtliche Zuständigkeiten, Finanzierung und Umsetzung müssen interkommunal und fachübergreifend geklärt werden. Gerade bei Maßnahmen an der Oberfläche sind Straßen, Plätze, Grünflächen, Gebäude, private Grundstücke und öffentliche Infrastruktur gemeinsam zu betrachten.

Praxispunkt für Betreiber:
Starkregenvorsorge beginnt nicht erst im Ereignis. Abwasserbetriebe können wichtige Grundlagen liefern: Gefahrenkarten, Bedarfsräume, Hinweise auf kritische Punkte und fachliche Impulse für kommunale Planungsprozesse.

Digitalisierung und KI: Mehr Zeit zum Handeln gewinnen

Grafik Überflutungssimulation einer kleinen Ortschaft

Vorsorge mithilfe von Starkregen-Gefahrenkarten

Ein weiterer Punkt aus dem Podcast: Digitalisierung und KI werden auch in der Starkregenvorsorge konkreter. Ein möglicher Nutzen liegt darin, Vorhersagen und Simulationsprozesse zu beschleunigen. Wenn KI-Modelle auf Basis vieler Simulationsdaten sehr schnell abschätzen können, welche Überflutungssituation wahrscheinlich entsteht, kann im Ereignis wertvolle Zeit gewonnen werden.

Diese Zeit kann für Warnung, Krisenstab, Feuerwehr, THW und kommunale Einsatzkräfte entscheidend sein. KI ersetzt dabei nicht die fachliche Bewertung. Sie kann aber helfen, komplexe Daten schneller in handlungsrelevante Informationen zu übersetzen.

Netzwerk kommunaler Stadtentwässerungen KomNetABWASSER

Kommunales Netzwerk der Abwasserbetriebe – KomNetABWASSER: voneinander lernen, sich gegenseitig mit Wissen und Erfahrungen unterstützen

Regenwasserbewirtschaftung braucht kluge Köpfe, die sich kennen

Zum Schluss der Podcast-Folge bringt Maike Stover einen Satz mit, der gut zum Thema passt: Kluge Köpfe kennen. Genau darum geht es in der Regenwasserbewirtschaftung. Die Aufgaben sind zu vielfältig, um sie isoliert zu lösen.

Wasserhaushaltsbilanzierung, Behandlung von Regenwetterabflüssen, Starkregen, Dürre, Betrieb, Satzung, Gebühren, Planung im Bestand und neue technische Anlagen: Niemand kann überall allein Experte sein. Umso wichtiger ist der Austausch zwischen Stadtentwässerungen, Planern, Behörden und Forschung.

Das IKT bringt diese Perspektiven zusammen: in Forschung und Prüfung, im KomNetABWASSER, in Fachkursen, Praxisformaten und im Austausch mit den Abwasserbetrieben.

Hörtipp: „Umgang mit Regenwasser“ im KanalSpezial-Podcast

Portrait Bert Bosseler, Wissenschaftlicher Leiter des IKT

Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler, Wissenschaftlicher Leiter des IKT
Kontakt: bosseler@ikt.de

Wer tiefer einsteigen möchte, sollte die vollständige Podcast-Folge hören. Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler und Dr.-Ing. Maike Stover ordnen die Themen verständlich ein und zeigen, warum Regenwasserbewirtschaftung heute integral gedacht werden muss.

Der Podcast zeigt: Umgang mit Regenwasser ist kein Randthema, sondern ein Schlüssel für funktionierende und klimaangepasste Stadtentwässerung.

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Vom Überblick zur Anwendung: Zertifikatslehrgang Regenwassermanagement

Baustelle Regenwasserbewirtschaftung im Neubau

Wer Regenwasser systematisch, rechtssicher und nachhaltig managen will, kann die Themen im Zertifikatslehrgang Regenwassermanagement des IKT vertiefen.

Der Lehrgang führt von der Grundstücksgrenze bis zur Einleitung in das Gewässer. Im Mittelpunkt stehen moderne Ansätze der integralen Regenwasserbewirtschaftung, praktische Nachweise zur Behandlung und Rückhaltung von Regenabflüssen, aktuelle Anforderungen aus dem Wasserrecht, Überflutungsschutz als Beitrag zur Klimaanpassung und die Einbindung öffentlicher und privater Stakeholder.

Er richtet sich an Fachplanerinnen und Fachplaner in Stadtentwässerungen und Ingenieurbüros, Stadtplaner, Bau- und

Lehrgang Regenwassermanagement KomNetABWASSER

IKT-Zertifikatslehrgang Regenwassermanagement: auf das Bild klicken für das vollständige Programm

Umweltämter sowie Verkehrs- und Freiflächenplaner – kurz: an alle, die Regenwasser fachlich fundiert planen, bewerten und umsetzen müssen.

Die Themen im Überblick

  • Ziel einer integralen Regenwasserbewirtschaftung
  • „Leistungsphase 0“ und frühzeitige Einbindung der Stakeholder
  • rechtliche Grundlagen: Was ist Pflicht, was ist Kür?
  • Wasserhaushaltsbilanzierung als Steuerungselement
  • Abkopplung, Retention und blau-grüne Infrastrukturen
  • Nachweis der Regenwetteremissionen nach DWA-A 102-2 / BWK-A 3-2
  • Schmutzfrachtsimulation und Frachten im Gebiet
  • zentrale und dezentrale Behandlungsanlagen
  • Starkregen, Sturzfluten und Überflutungsschutz im urbanen Gebiet
  • Praxisanwendungen an einem Plangebiet

 

 

 

Jetzt informieren und anmelden

Dr.-Ing. Maike Stover, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IKT
Kontakt: stover@ikt.de

Zertifikatslehrgang Regenwassermanagement

Online: 2. bis 6. November 2026

Seminarleitung: Dr.-Ing. Maike Stover, IKT

Für Teilnehmer aus dem KomNetABWASSER ist der Lehrgang kostenfrei.

Programm und Anmeldung:
IKT-Zertifikatslehrgang „Regenwassermanagement“

Fazit: Regenwasserbewirtschaftung ist eine integrale Aufgabe

Starkregen Stadt Dach

Regenwasserbewirtschaftung ist integrale Aufgabe auf kommunaler Ebene

Regenwasserbewirtschaftung ist heute eine integrale Aufgabe. Sie beginnt nicht erst am Einlauf und endet nicht am Auslaufbauwerk. Sie verbindet Wasserhaushalt, Gewässerschutz, Stadtentwicklung, Betrieb und Vorsorge. Genau deshalb lohnt es sich, jetzt genauer hinzuschauen – im Podcast, im Kommunalen Netzwerk der Abwasserbetriebe KomNetABWASSER und im Lehrgang.




Grundstücksentwässerung: Der Zehnkampf der Stadtentwässerung

Was auf privaten Grundstücken passiert, bleibt nicht privat.

Was auf privaten Grundstücken passiert, bleibt nicht privat.

Rückstau erklären. Starkregen mitdenken. Normen einordnen. Sanierung bewerten. Bürger beraten. Entwässerungsanträge prüfen. Wurzeleinwuchs klären. Niederschlagswasser zurückhalten. Konflikte moderieren. Schwammstadt möglich machen. Grundstücksentwässerung ist der Zehnkampf der Stadtentwässerung.

Was auf privaten Grundstücken passiert, bleibt nicht privat. Undichte Grundleitungen, fehlende Rückstausicherungen, falsch angeschlossene Dränagen, versiegelte Flächen oder unklare Notwasserwege wirken direkt auf das öffentliche Entwässerungssystem. Sie beeinflussen Fremdwasser, Überflutungsrisiken, Klärwerksbelastung, Starkregenvorsorge und die Frage, ob Schwammstadt-Konzepte in der Praxis funktionieren.

So sieht eine mustergültige Grundstücksentwässerung aus

Genau deshalb ist Grundstücksentwässerung längst kein Nebenthema mehr. Sie ist Schnittstelle zwischen Bürgern, Kommune, Technik, Recht, Klimaanpassung und Kommunikation.

Der IKT-Lehrgang „Berater Grundstücksentwässerung“ vermittelt das nötige Fachwissen – kompakt, praxisnah und mit klarem Blick auf die kommunale Beratungspraxis. Optional kann der Lehrgang mit der Prüfung zum IKT-Zertifizierten Berater Grundstücksentwässerung abgeschlossen werden.

Warum aus einem Hausanschluss schnell ein kommunales Thema wird

Ein Bürger meldet Wasser im Keller. Eine Eigentümerin fragt nach Rückstausicherung. Ein Bauherr reicht einen Entwässerungsantrag ein. In einer Straße häufen sich Fremdwasserprobleme.

Grundstücksentwässerung ist keine isolierte Aufgabe, sondern wirkt auf das gesamte Entwässerungssystem

Bei einer TV-Inspektion tauchen Wurzeln im Hausanschluss auf. Oder ein Neubaugebiet soll klimaangepasst geplant werden – aber Fragen zu Rückhalt, Versickerung und Notwasserwegen kommen zu spät auf den Tisch.

So beginnt Grundstücksentwässerung in der Praxis: selten mit einem klar abgegrenzten Einzelfall, häufig mit vielen offenen Fragen.

Wer hier berät, muss technische, rechtliche und kommunikative Anforderungen zusammenbringen. Es geht um allgemein anerkannte Regeln der Technik, Satzungen, Normen, Prüfverfahren, Sanierungsmöglichkeiten, Starkregen, Rückstau, Niederschlagswasserbewirtschaftung und oft auch um verunsicherte Eigentümer.

Grundstückseigentümer sind kleine Netzbetreiber

Private Entwässerungsanlagen bestehen aus Leitungen, Abläufen, Schächten, Rückstausicherungen, Dachentwässerungen, Hofflächen, Dränagen und manchmal auch Anlagen zur Rückhaltung oder Versickerung.

Was dort passiert, entscheidet mit darüber, wie gut die öffentliche Stadtentwässerung funktioniert.

Der „Zehnkampf“ der Stadtentwässerung

Grundstücksentwässerung ist vielfältig: Es geht um das Zusammenspiel vieler Disziplinen.

In der Podcast-Folge „Grundstücksentwässerung: Der Zehnkampf der Stadtentwässerung“ sprechen Prof. Dr.-Ing. Bert Bosseler und Kilian Möllers, Leitthemen-Sprecher Grundstücksentwässerung am IKT, über die wachsende Bedeutung dieses Aufgabenfeldes.

Der Begriff „Zehnkampf“ trifft den Kern: Grundstücksentwässerung verlangt Breite. Es geht nicht nur um Grundleitungen. Es geht auch nicht nur um Beratung. Es geht um das Zusammenspiel vieler Disziplinen.

  • Technische Regelwerke und gesetzliche Anforderungen
  • Planung von Gebäude- und Grundstücksentwässerungen
  • Optische Inspektion und Dichtheitsprüfung
  • Sanierung privater Leitungen
  • Grafik Rückstau ohne Rückstauschutz

    Plötzlicher Starkregen birgt die Gefahr von Rückstau in der Kanalisation. Ohne Rückstausicherung kann Wasser ins Gebäude eindringen und die Keller überfluten.

  • Rückstau- und Überflutungsschutz
  • Dezentrale Niederschlagswasserbewirtschaftung
  • Starkregenvorsorge auf privatem Grund
  • Wurzeleinwuchs, Leitungsrechte und typische Konfliktfälle
  • Digitale Entwässerungsanträge und Verwaltungsprozesse
  • Bürgerberatung, Kommunikation und Vermittlung zwischen Akteuren

Genau diese Breite macht Grundstücksentwässerung anspruchsvoll. Und genau deshalb braucht sie gut qualifizierte Beraterinnen und Berater.

Rückstau: Der Klassiker in der Beratung

Viele Konflikte in der Grundstücksentwässerung entstehen erst dann, wenn ein Schaden sichtbar wird. Besonders häufig: Wasser im Keller.

Läuft der Keller voll, wird schnell gefragt: „Hat der öffentliche Kanal versagt? Ist die Kommune schuld?“

Dann wird schnell gefragt: Hat der Kanal versagt? War der Regen zu stark? Ist die Rückstausicherung falsch geplant, falsch eingebaut oder gar nicht vorhanden? Welche Rückstauebene gilt? Welche Entwässerungsgegenstände sind gefährdet? Und wer trägt welche Verantwortung?

Für Bürgerinnen und Bürger sind diese Fragen oft schwer nachvollziehbar. Kommunale Beratung muss hier fachlich korrekt und zugleich verständlich sein. Denn Rückstau ist kein exotischer Sonderfall, sondern ein Thema, das bei Starkregen und ausgelasteten Entwässerungssystemen konkret werden kann.

Der Lehrgang greift dieses Thema deshalb ausdrücklich auf: mit Basiswissen zur Gebäudeentwässerung, Rückstauschutz, Hebeanlagen, Verschlüssen, Überflutungsnachweisen und Regenrückhaltung.

Haus im Regen

Berater Grundstücksentwässerung haben auch den Starkregen-Schutz im Blick.

Starkregen und Schwammstadt beginnen auf dem Grundstück

Wer über Klimaanpassung spricht, denkt häufig an öffentliche Straßenräume, Plätze, Grünflächen oder Baumrigolen. Doch ein großer Teil des Regenwassers fällt auf private Grundstücke: Dächer, Einfahrten, Terrassen, Garagenzufahrten, Stellplätze, Hofflächen und Gärten.

Jeder Liter, der dort zurückgehalten, genutzt, versickert oder verdunstet wird, entlastet das öffentliche Kanalnetz. Jeder Notwasserweg, der auf dem Grundstück funktioniert, kann Schäden vermeiden. Jede gute Beratung kann dazu beitragen, dass Starkregenvorsorge nicht erst an der Grundstücksgrenze beginnt.

Im Lehrgang geht es daher auch um dezentrale Niederschlagswasserbewirtschaftung, Überflutungsnachweise, Starkregenvorsorge auf privatem Grund, Dränagen, Regenrückhaltung und Notentwässerung.

Ohne Grundstücksentwässerung keine realistische Klimaanpassung

Schwammstadt funktioniert nur, wenn private Flächen mitgedacht werden. Dächer, Zufahrten, Höfe und Gärten entscheiden mit darüber, ob Regenwasser gespeichert, versickert, verdunstet oder unkontrolliert abgeleitet wird.

Grundstücksentwässerung ist damit ein zentraler Baustein kommunaler Starkregen- und Schwammstadtstrategien.

Der IKT-Lehrgang: Fachwissen für die Beratungspraxis

Beratung Grundstücksentwässerung fängt auf dem Grundstück an – hört aber dort nicht auf: auch Politik und Verwaltung müssen eingebunden werden.

Der IKT-Lehrgang „Berater Grundstücksentwässerung“ richtet sich an Fachleute aus Kommunen, Abwasserbetrieben, Ingenieurbüros, Verwaltungen und Unternehmen, die Grundstücksentwässerung sicher bearbeiten und Eigentümer kompetent beraten möchten.

Im Mittelpunkt stehen die Fragen, die in der Praxis immer wieder auftauchen:

  • Wie bewegt man sich im Spannungsfeld Bürger – Kommune – Politik?
  • Wie vermittelt man zwischen den vielen Akteuren?
  • Welche gesetzlichen Grundlagen und technischen Normen greifen bei Prüf- und Sanierungsmaßnahmen?
  • Wie werden Gebäude- und Grundstücksentwässerungen geplant?
  • Was ist bei Regenwasserableitung, Rückhaltung, Rückstausicherung und Notentwässerung zu beachten?
  • Wie lassen sich komplexe Sachverhalte verständlich erklären?

Wissen auffrischen, Zusammenhänge nachvollziehen und Beratungskompetenz stärken.

KomNetABWASSER-Teilnehmer aus dem Umkreis von Lünen treffen sich zum Erfahrungsaustausch

Der Lehrgang verfolgt dabei einen klaren Ansatz: Wissen auffrischen, Zusammenhänge nachvollziehen und Beratungskompetenz stärken.

Damit bildet der Lehrgang nicht nur technische Einzelthemen ab. Er zeigt, wie Grundstücksentwässerung in der kommunalen Praxis funktioniert – fachlich, organisatorisch und kommunikativ.

Optional mit IKT-Zertifikat und öffentlicher Beraterliste

Teilnehmer können den Lehrgang optional mit der Prüfung zum IKT-Zertifizierten Berater Grundstücksentwässerung abschließen.

Nach erfolgreich abgelegter Prüfung erhalten Absolventinnen und Absolventen ein Zertifikat des IKT. Außerdem werden sie mit Namen, Firma und aktuellen Kontaktdaten in die öffentliche Liste der IKT-Zertifizierten Berater Grundstücksentwässerung aufgenommen.

Das sagen Kursteilnehmer zum IKT-Lehrgang „Zertifizierter Berater Grundstücksentwässerung“ – klicken zum Vergrößern und Lesen

Öffentlich sichtbar:
IKT-Zertifizierte Berater Grundstücksentwässerung

Die Liste der IKT-Zertifizierten Berater Grundstücksentwässerung ist öffentlich einsehbar. Sie steht Kommunen, Grundstückseigentümern und weiteren Interessierten als Orientierung zur Verfügung.

Die am KomNetABWASSER teilnehmenden Kommunen empfehlen Grundstückseigentümern diese Berater aufgrund ihrer gründlichen Weiterbildung und nachgewiesenen Fachkompetenz.

So wird die erworbene Qualifikation sichtbar – für Arbeitgeber, Auftraggeber, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger.

Öffentliche Liste der IKT-Zertifizierten Berater Grundstücksentwässerung ansehen

Warum Arbeitgeber profitieren

Auch Arbeitgeber profitieren: Nachwuchskräfte, Neu- und Quereinsteiger gezielt fördern durch Weiterbildung

Auch Arbeitgeber profitieren: Nachwuchskräfte, Neu- und Quereinsteiger gezielt fördern durch Weiterbildung

Für Kommunen und Abwasserbetriebe ist Grundstücksentwässerung ein sensibles Aufgabenfeld. Wenn Beratung fehlt oder Zuständigkeiten unklar sind, entstehen schnell Konflikte: mit Eigentümern, Planungsbeteiligten, Politik, Versicherungen oder ausführenden Unternehmen.

Gut qualifizierte Beraterinnen und Berater schaffen Sicherheit. Sie können technische Sachverhalte bewerten, Eigentümer verständlich informieren, Entwässerungsanträge besser einordnen, Sanierungsmaßnahmen begleiten und Starkregen- sowie Schwammstadtstrategien fachlich unterstützen.

Der Lehrgang ist damit auch ein Instrument der Personalentwicklung. Er hilft, Fachwissen intern aufzubauen und Mitarbeiter für ein Aufgabenfeld zu qualifizieren, das in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Hörtipp: Grundstücksentwässerung im KanalSpezial-Podcast

Portrait Bert Bosseler, Wissenschaftlicher Leiter des IKT

Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler, Wissenschaftlicher Leiter des IKT
Kontakt: bosseler@ikt.de

In der Folge „Grundstücksentwässerung: Der Zehnkampf der Stadtentwässerung“ sprechen Prof. Dr.-Ing. Bert Bosseler und Kilian Möllers über Rückstau, Starkregen, Fremdwasser, Bürgerberatung, Wurzeleinwuchs, digitale Entwässerungsanträge, Gebühren, Schwammstadt und die Rolle der Kommunen.

Der Podcast zeigt: Grundstücksentwässerung ist kein Randthema, sondern ein Schlüssel für funktionierende und klimaangepasste Stadtentwässerung.

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KomNetABWASSER: Erfahrungsaustausch für die Praxis

KomNetABWASSER: Das Netzwerk der kommunalen Abwasserbetriebe

Grundstücksentwässerung ist auch im KomNetABWASSER, dem Kommunalen Netzwerk der Abwasserbetriebe, ein zentrales Thema. Dort tauschen sich kommunale Abwasserbetriebe zu Technik, Betrieb, Organisation und Zukunftsfragen der Stadtentwässerung aus.

Gerade bei Grundstücksentwässerung hilft dieser Austausch: Viele Fragen tauchen in ähnlicher Form in unterschiedlichen Kommunen auf. Rückstau, Entwässerungssatzungen, Wurzeleinwuchs, digitale Antragsprozesse, Leitungsrechte, Gebührenmodelle, Starkregenvorsorge und Schwammstadt lassen sich im Netzwerk praxisnah diskutieren.

Wegen der BildungsFlat ist der Lehrgang für Teilnehmer aus dem KomNetABWASSER kostenfrei.

Jetzt informieren und anmelden

Kilian Möllers, IKT

Kilian Möllers, Leitthemen-Sprecher Grundstücksentwässerung am IKT
Kontakt: moellers@ikt.de

IKT-Lehrgang „Berater Grundstücksentwässerung“
optional mit Prüfung zum IKT-Zertifizierten Berater Grundstücksentwässerung

Präsenz: 7. bis 11. September 2026
Optionale Prüfung: 18. September 2026
Ort: IKT, Gelsenkirchen

Seminarleitung: Kilian Möllers, M.Eng., IKT

Für Teilnehmer aus dem KomNetABWASSER ist der Lehrgang kostenfrei.

Programm und Anmeldung zum IKT-Lehrgang „Berater Grundstücksentwässerung“

Fazit: Gute Beratung macht Grundstücksentwässerung wirksam

Grundstücksentwässerung: Gute Beratung macht den Unterschied

Grundstücksentwässerung entscheidet mit darüber, ob Keller trocken bleiben, Fremdwasser reduziert wird, Starkregen besser bewältigt werden kann und Schwammstadt-Konzepte Wirkung entfalten.

Wer in diesem Feld berät, braucht Überblick: Technik, Recht, Kommunikation, Verwaltung, Klimaanpassung und Praxis müssen zusammenkommen.

Der IKT-Lehrgang „Berater Grundstücksentwässerung“ bietet dafür das fachliche Fundament – für Kommunen, Abwasserbetriebe und alle, die Grundstücksentwässerung sicher beraten und wirksam umsetzen möchten.

Sie möchten Grundstücksentwässerung sicher beraten, komplexe Fälle besser einordnen und Ihre Fachkompetenz sichtbar machen?

Jetzt Programm ansehen und zum IKT-Lehrgang „Berater Grundstücksentwässerung“ anmelden




Schwammstadt im urbanen Bestand: Bochum zeigt, wie es praktisch geht

Operation am offenen Herzen: Mitten in Bochums Innenstadt befindet sich eine Schwammstadt-Großbaustelle

Operation am offenen Herzen: Mitten in Bochums Innenstadt befindet sich eine Schwammstadt-Großbaustelle

Schwammstadt klingt gut – aber wie sieht sie aus, wenn sie mitten in der Stadt gebaut wird? Nicht im Neubaugebiet, nicht auf der grünen Wiese, sondern in einer bestehenden Hauptverkehrsachse mit Leitungen, Verkehr, Bäumen, Oberflächen, Gefälle und engen Platzverhältnissen? Genau das zeigt unser neues Video vom Baustellen-Tag Schwammstadt Bochum.

Am 28. April 2026 hat das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur gemeinsam mit kommunalen Fachleuten den Baustellen-Tag Schwammstadt Bochum durchgeführt. Im Mittelpunkt standen zwei konkrete Praxisbeispiele: die laufende Großbaustelle an der Alleestraße und die bereits umgestaltete Hattinger Straße.

Jetzt gibt es die Eindrücke vom Baustellen-Tag auch im Video – für alle, die sehen möchten, wie Schwammstadt im innerstädtischen Bestand umgesetzt werden kann.

Video ansehen: Baustellen-Tag Schwammstadt Bochum

Wie wird aus einer innerstädtischen Hauptverkehrsachse ein Straßenraum, der Regenwasser speichert, Bäume versorgt und das Stadtklima verbessert?

KomNetTV: der YouTube-Kanal des Kommunalen Netzwerks der Abwasserbetriebe – KomNetABWASSER

Thorsten Pacha: "Bochum ist die Baumrigolen-Hauptstadt Deutschlands"

Thorsten Pacha: „Bochum ist die Baumrigolen-Hauptstadt Deutschlands“

Nicht nur über Schwammstadt reden – Schwammstadt ansehen

Der Baustellen-Tag hat gezeigt: Schwammstadt im Bestand ist kein abstraktes Planungsthema. Es geht um ganz konkrete Fragen im Straßenraum.

  • Wo kann Regenwasser aufgenommen und gespeichert werden?
  • Wie wird Wasser zu Bäumen und Grünflächen geführt?
  • Welche Rolle spielen Gefälle, Oberflächen und Retentionsräume?
  • Wie lassen sich unterirdische Infrastruktur, Verkehr und Klimaanpassung zusammenbringen?
  • Was bedeutet das für Bau, Betrieb und Unterhaltung?

Gerade im innerstädtischen Bestand wird deutlich: Schwammstadt braucht gute Planung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Mut, Straßenräume neu zu denken.

Regenwasser vorreinigen und rückhalten mit Elementen aus Steinwolle (Rockflow®-System)

Regenwasser vorreinigen und rückhalten mit Elementen aus Steinwolle (Rockflow®-System)

Alleestraße und Hattinger Straße: zwei Praxisbeispiele in Bochum

An der Alleestraße konnten die Teilnehmer sehen, wie eine laufende Großbaustelle zur Schwammstadt-Baustelle wird. Dort entsteht ein unterirdischer Wasserspeicher im Straßenraum. Regenwasser wird aufgenommen, zwischengespeichert, zur Versorgung von Bäumen genutzt und bei Bedarf weitergeleitet.

Die Hattinger Straße zeigte dagegen ein bereits umgesetztes Beispiel. Dort lässt sich gut erkennen, wie Regenwasser von der Fahrbahn in Retentionsräume im Straßenraum geführt wird und wie blau-grüne Elemente in einer bestehenden Hauptverkehrsachse wirken können.

Fertiggestellte Schwammstadt-Baustelle an der Hattinger Straße in Bochum

Fertiggestellte Schwammstadt-Baustelle an der Hattinger Straße in Bochum

Gerade der Vergleich beider Standorte machte den besonderen Wert des Baustellen-Tags aus: Die Teilnehmer konnten nicht nur fertige Lösungen sehen, sondern auch Herausforderungen, Bauzustände und Detailfragen direkt vor Ort diskutieren.

Warum Bochum für kommunale Stadtentwässerungen interessant ist

Viele Kommunen stehen vor ähnlichen Fragen: Starkregen, Hitze, überlastete Straßenräume, alternde Infrastruktur, begrenzter unterirdischer Bauraum und steigende Anforderungen an Klimaanpassung und Regenwasserbewirtschaftung.

Das Video liefert keine Patentlösung – aber es zeigt, worauf es in der Praxis ankommt. Es macht sichtbar, welche Fragen bei der Umsetzung entstehen, welche baulichen Details wichtig werden und warum der Blick auf reale Projekte für kommunale Abwasserbetriebe so wertvoll ist.

Denn Schwammstadt entsteht nicht am Schreibtisch allein. Sie entsteht im Zusammenspiel von Planung, Entwässerung, Tiefbau, Verkehr, Grünflächen, Betrieb und politischer Entscheidung.

Marco Schlüter, Leiter des KomNetABWASSER, eröffnet den Baustellen-Tag Schwammstadt Bochum

Marco Schlüter, Leiter des KomNetABWASSER, eröffnet den Baustellen-Tag Schwammstadt Bochum

Praxiswissen aus dem Netzwerk

Der Baustellen-Tag Schwammstadt Bochum fand im Rahmen des KomNetABWASSER statt – dem Kommunalen Netzwerk der Abwasserbetriebe.

Im KomNetABWASSER tauschen sich über 200 kommunale Abwasserbetriebe zu Technik, Betrieb, Organisation und Zukunftsfragen der Stadtentwässerung aus.

Das Prinzip ist einfach: von der BildungsFlat profitieren, voneinander lernen, Erfahrungen teilen, Fragen stellen, Antworten bekommen – und gute Lösungen schneller in die eigene Praxis übertragen.

KomNetABWASSER: gemeinsam schneller lernen

Thorsten Pacha von der Stadt Bochum steht Rede und Antwort auf der Baustelle

Thorsten Pacha von der Stadt Bochum steht Rede und Antwort auf der Baustelle

Starkregen, Schwammstadt, Klimaanpassung, Kanalbetrieb, Grundstücksentwässerung, Sanierung, Organisation, Gebühren, Fachkräftemangel: Die Themen der kommunalen Stadtentwässerung werden nicht einfacher.

Umso wichtiger ist der Austausch mit anderen Betrieben, die vor ähnlichen Aufgaben stehen. Genau dafür gibt es das KomNetABWASSER.

Das Netzwerk bietet kommunalen Abwasserbetrieben Rückhalt in der Gruppe, fachliche Impulse, IKT-Unterstützung und regelmäßige Gelegenheiten zum direkten Austausch. Dazu gehören Online-Formate, Workshops, Fachkurse, Baustellen-Tage, Arbeitshilfen und viele weitere Praxisangebote.

Vor Ort auf der Baustelle: Teilnehmer haben viele Fragen

Vor Ort auf der Baustelle: Teilnehmer haben viele Fragen

Gerade bei neuen Themen wie Schwammstadt und Klimaanpassung hilft der Austausch im Netzwerk, typische Fehler zu vermeiden, gute Beispiele schneller zu finden und eigene Projekte sicherer vorzubereiten.

Der Baustellen-Tag in Bochum ist ein gutes Beispiel dafür: Nicht nur Vorträge, sondern echte Einblicke vor Ort. Nicht nur Theorie, sondern konkrete Lösungen zum Ansehen, Nachfragen und Weiterdenken.

Mitmachen: für Stadtentwässerungen, die weiterkommen wollen

Kommunale Stadtentwässerungen müssen heute viele Aufgaben gleichzeitig bewältigen: Infrastruktur erhalten, Starkregenrisiken reduzieren, Klimaanpassung voranbringen, Gebühren stabil halten, Personal entwickeln und Projekte sicher umsetzen.

Im KomNetABWASSER müssen sie diese Fragen nicht allein bearbeiten. Sie profitieren vom Wissen anderer Betriebe, von Erfahrungen aus der Praxis und von der fachlichen Begleitung durch das IKT.

Wer eigene Fragestellungen einbringen, von anderen Kommunen lernen und praxisnah an Lösungen arbeiten möchte, ist im Netzwerk richtig.

KomNetABWASSER: Das Netzwerk der kommunalen Abwasserbetriebe

Eine starke Gemeinschaft kommunaler Abwasserbetriebe: gemeinsam Fragen klären, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig Rückhalt geben. Lösungen für Technik, Betrieb und Organisation weiterentwickeln. Und von der Bildungs-Flat profitieren!

Mehr über das KomNetABWASSER erfahren

Über 200 Kommunen sind schon dabei – machen auch Sie mit!

Jetzt Infomaterial zum KomNetABWASSER anfordern.
E-Mail: mitmachen@komnetabwasser.de

Baustellen-Begehung in der Bochumer Innenstadt

Baustellen-Begehung in der Bochumer Innenstadt

Fazit: Schwammstadt wird dort verständlich, wo sie gebaut wird

Der Baustellen-Tag Schwammstadt Bochum hat gezeigt: Wer Schwammstadt im Bestand umsetzen will, muss die Details im Straßenraum verstehen. Genau deshalb sind Vor-Ort-Formate so wertvoll.

Die Videodokumentation des Bochumer Baustellen-Tags gibt einen kompakten Einblick in die Bochumer Praxis – und macht deutlich, wie wichtig der Austausch zwischen kommunalen Stadtentwässerungen ist.

Jetzt Video ansehen, Praxisideen mitnehmen und im KomNetABWASSER gemeinsam weiterdenken.

 

Weitere IKT-Seminare und Lehrgänge

Weiterbildung für die Abwasser-Fachwelt




Fachkunde, die Karrieren bewegt: Weiterbildung im Kanal- und Leitungsbau

Prof. Dr.-Ing. Bert Bosseler (r.) und Dipl.-Ing. Marco Schlüter (l.) übergeben David Heck, M.Sc., das IKT-Zertifikat "Fachkunde Kanal- und Leitungsbau" - und gratulieren herzlich!

David Heck erhält sein Zertifikat zum IKT-Lehrgang „Fachkunde Kanal- und Leitungsbau“ von Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler (r.) und Dipl.-Ing. Marco Schlüter (l.)

Wer im Kanal- und Leitungsbau weiterkommen will, braucht mehr als Praxiserfahrung. Gefragt sind Fachwissen, Urteilskraft und die Fähigkeit, Qualität sicher zu bewerten. Der IKT-Fachkunde-Lehrgang „Kanal- und Leitungsbau“ eröffnet genau dafür neue Perspektiven – für Mitarbeiter, die den nächsten Karriereschritt gehen wollen, und für Arbeitgeber, die Fachkräfte gezielt entwickeln möchten.

So wie David Heck: Zwölf Monate lang hat er sich neben seinem Job beim Ingenieurbüro ISAS GmbH weitergebildet – und den anspruchsvollen IKT-Zertifikatslehrgang nun erfolgreich abgeschlossen.

Kanal- und Leitungsbau ist ein Arbeitsfeld mit hoher Verantwortung: Neubau, Sanierung, Dichtheitsprüfung, Starkregen, Nutzungsdauer, Statik und Qualitätssicherung greifen eng ineinander. Wer hier plant, prüft, entscheidet oder Projekte begleitet, muss technische Zusammenhänge sicher einordnen können.

Genau hier setzt der IKT-Fachkunde-Lehrgang „Kanal- und Leitungsbau“ an. Er vermittelt aktuelles Wissen aus Forschung und Praxis – strukturiert, praxisnah und so organisiert, dass die Weiterbildung auch neben dem Beruf möglich ist.

Weiterbildung neben dem Job: David Heck zeigt, dass es geht

Weiterbildung neben dem Job: David Heck zeigt, dass es geht

Weiterbildung intensiv – neben dem Job

Ein Beispiel dafür ist David Heck, M.Sc. Er hat den IKT-Fachkunde-Lehrgang „Kanal- und Leitungsbau“ erfolgreich abgeschlossen – neben seiner beruflichen Tätigkeit bei der ISAS GmbH.

Das ist eine starke Leistung. Und es zeigt: Fachliche Weiterentwicklung muss nicht warten, bis „irgendwann mehr Zeit“ da ist. Mit einem gut strukturierten Weiterbildungskonzept lässt sich der nächste berufliche Schritt auch im laufenden Berufsalltag vorbereiten.

Zur Abschlussprüfung gehörte ein 30-minütiges Fachgespräch mit Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler, Wissenschaftlicher Leiter des IKT, und Dipl.-Ing. Marco Schlüter, Leiter des KomNetAbwasser.

David Heck hält seinen Abschlussvortrag zum Thema „Schlauchlining im industriellen Abwassernetz: vom Schadensmechanismus zur richtigen Materialauswahl“

David Heck hält seinen Abschlussvortrag zum Thema „Schlauchlining im industriellen Abwassernetz: vom Schadensmechanismus zur richtigen Materialauswahl“

Den dazugehörigen Abschlussvortrag hielt David Heck öffentlich am ISAS-Stand auf der IFAT 2026 in München. Sein Thema:

„Schlauchlining im industriellen Abwassernetz: vom Schadensmechanismus zur richtigen Materialauswahl“

Damit wurde sehr konkret sichtbar, worum es im Lehrgang geht: Fachwissen nicht nur aufnehmen, sondern auf reale Fragestellungen aus Planung, Sanierung, Bauausführung und Betrieb übertragen.

Neue Chancen für Neu- und Quereinsteiger

Gerade für Neu- und Quereinsteiger im Kanal- und Leitungsbau ist der Lehrgang eine große Chance. Viele Fachkräfte wachsen heute aus verwandten Bereichen in die Abwasserinfrastruktur hinein.

Deutschland braucht Fachleute für Neubau und Sanierung seiner unterirdischen Infrastruktur

Deutschland braucht Fachleute für Neubau und Sanierung seiner unterirdischen Infrastruktur

Oft kommen sie aus dem Bauingenieurwesen, der Umwelttechnik, der Siedlungswasserwirtschaft, dem Tiefbau, aus Ingenieurbüros, Bauunternehmen oder kommunalen Verwaltungen.

Der Einstieg in den Kanal- und Leitungsbau ist anspruchsvoll. Es geht nicht nur um einzelne Verfahren, sondern um das Zusammenspiel von Baugrund, Rohrwerkstoffen, Sanierungsverfahren, Dichtheit, Statik, Regelwerken, Bauüberwachung, Betrieb und langfristiger Nutzungsdauer.

Der IKT-Fachkunde-Lehrgang bietet hier einen strukturierten Zugang. Teilnehmer können ihr Wissen systematisch aufbauen, offene Fragen aus dem Berufsalltag einordnen und Schritt für Schritt mehr fachliche Sicherheit gewinnen.

Der Vorteil: Beruf und Weiterbildung lassen sich verbinden

Der Lehrgang ist als Blended-Learning-Format aufgebaut. Das bedeutet: Lernen ist nicht auf eine feste Präsenzzeit beschränkt, sondern verteilt sich über einen längeren Zeitraum. Online-Videos, Live-Sessions, Übungen, Mentoring, Projektarbeit und Prüfungsvorbereitung greifen ineinander.

Die Teilnehmer bestimmen, wann sie beginnen und wann sie lernen wollen. So können sie die Weiterbildung mit ihrer beruflichen Tätigkeit verbinden – ein wichtiger Punkt für alle, die sich weiterentwickeln möchten, ohne aus dem Arbeitsalltag auszusteigen.

Karriereentwicklung: Fachlich sicherer werden, Verantwortung übernehmen

der nächste Karriereschritt

Der nächste Karriereschritt für Nachwuchs-Ingenieure: Fachkunde Kanal- und Leitungsbau

Der Lehrgang richtet sich an Menschen, die im Kanal- und Leitungsbau fachlich weiterkommen wollen. Das kann der nächste Karriereschritt im Ingenieurbüro sein, mehr Verantwortung im Abwasserbetrieb, eine stärkere Rolle in Bauüberwachung und Qualitätssicherung oder der gezielte Einstieg in Sanierungs- und Infrastrukturthemen.

Teilnehmer lernen, technische Fragestellungen sicherer zu bewerten: Welche Bauweise passt zu welcher Randbedingung? Welche Qualitätseinflüsse entscheiden über den Erfolg einer Maßnahme? Wie lassen sich Sanierungslösungen fachlich einordnen? Was ist bei Dichtheitsprüfung, Nutzungsdauer, Starkregen oder Asset Management zu beachten?

Damit stärkt der Lehrgang nicht nur das Fachwissen, sondern auch die berufliche Handlungsfähigkeit. Wer technische Entscheidungen besser begründen kann, tritt sicherer auf – gegenüber Auftraggebern, Auftragnehmern, Planenden, Prüfenden, Betriebspersonal und Entscheidungsträgern.

Auch Arbeitgeber profitieren: Nachwuchskräfte, Neu- und Quereinsteiger gezielt fördern durch Weiterbildung

Auch Arbeitgeber profitieren: Nachwuchskräfte, Neu- und Quereinsteiger gezielt fördern durch Weiterbildung

Auch Arbeitgeber profitieren

Für Arbeitgeber ist der Lehrgang ein konkretes Instrument der Personalentwicklung: Nachwuchskräfte, Neu- und Quereinsteiger können fachlich aufgebaut werden, ohne dass sie dafür aus dem laufenden Betrieb herausgelöst werden müssen.

Für Abwasserbetriebe, Ingenieurbüros, Bauunternehmen und kommunale Verwaltungen bedeutet das:

  • mehr fachliche Sicherheit bei Planung, Ausschreibung, Bauüberwachung und Abnahme,
  • bessere Qualitätsbeurteilung bei Neubau, Sanierung und Instandhaltung,
  • stärkere interne Kompetenz für technische Entscheidungen und Projektsteuerung,
  • gezielte Personalentwicklung für Nachwuchskräfte, Neu- und Quereinsteiger,
  • höhere Bindung von Mitarbeitern, weil Entwicklungsperspektiven sichtbar werden,
  • direkter Praxisnutzen durch die Projektarbeit zu einem selbstgewählten Thema aus dem beruflichen Umfeld.

Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, Generationenwechsel und steigenden Anforderungen an die Infrastruktur wird Weiterbildung damit zu einem strategischen Thema. Wer Mitarbeiter fachlich stärkt, stärkt zugleich die eigene Organisation.

Personalentwicklung mit Praxisbezug

Die Projektarbeit ist ein besonderer Baustein des Lehrgangs: Die Teilnehmer bearbeiten ein selbstgewähltes Thema aus ihrem beruflichen Umfeld und wenden das Gelernte direkt auf eine konkrete Fragestellung an.

Damit entsteht ein doppelter Nutzen: Die Teilnehmer entwickeln fachliche Tiefe – und der Arbeitgeber profitiert von einer praxisnahen Bearbeitung eines realen Themas aus dem eigenen Arbeitsbereich.

Blended Learning: flexibel, begleitet, praxisnah

Online-Videos, aber auch Live-Online-Sessions gehören zum Blended Learning

Online-Videos, aber auch Live-Online-Sessions gehören zum Blended Learning

Der IKT-Fachkunde-Lehrgang „Kanal- und Leitungsbau“ kann jederzeit nach individueller Terminvereinbarung begonnen werden. Der Kurs ist auf eine Dauer von 12 Monaten ausgelegt.

Die Teilnehmer bearbeiten sechs Themen-Packs. Dazu gehören Online-Videos, Live-Online-Sessions, Übungen, Praxistage zu Fokus-Themen, persönliches Mentoring und Online-Zwischenaudits. Die freigeschalteten Inhalte können flexibel bearbeitet werden – am PC, Laptop, Tablet oder Smartphone.

Nach jedem Themen-Pack werden Inhalte vertieft und reflektiert. Persönliche Mentorstunden und Zwischenaudits helfen, Fachfragen zu klären und das Gelernte auf die eigene berufliche Praxis zu übertragen.

Prüfer hören genau zu: Lehrgangsleiter Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler (l.) und Dipl.-Ing. Marco Schlüter bei der Abschlussprüfung von David Heck

Prüfer hören genau zu: Lehrgangsleiter Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler (l.) und Dipl.-Ing. Marco Schlüter bei der Abschlussprüfung von David Heck

Zum Abschluss folgen ein Repetitorium in Kleinstgruppen und ein Prüfungsgespräch. Absolventinnen und Absolventen erhalten das IKT-Zertifikat „Fachkunde Kanal- und Leitungsbau“.

Themen: von Neubau bis Starkregeninfrastruktur

Inhaltlich deckt der Lehrgang zentrale Fragestellungen des Kanal- und Leitungsbaus ab. Dazu gehören unter anderem:

  • Neubau in offener und grabenloser Bauweise,
  • Standsicherheit von Rohr und Boden,
  • Rohrvortrieb,
  • Qualitätssicherung auf der Baustelle,
  • Kanalsanierung und Linersanierung,
  • Dichtheitsprüfung von Kanälen und Leitungen,
  • Nutzungsdauer von Kanälen und Leitungen,
  • Umgang mit Starkregenereignissen,
  • multifunktionale Flächen und Regenwasser-Systeme,
  • Asset Management und smarte Infrastruktur.

Besonders im Fokus steht die Frage, wie Qualität im Kanal- und Leitungsbau entsteht – und wie sie gesichert werden kann. Denn gute Planung allein reicht nicht: Entscheidend ist, was am Ende auf der Baustelle tatsächlich umgesetzt wird.

Portrait Bert Bosseler, Wissenschaftlicher Leiter des IKT

Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler, Wissenschaftlicher Leiter des IKT
Kontakt: bosseler@ikt.de

Hörtipp: Bosselers Notizen zum Fachkundelehrgang

Professor Bert Bosseler fasst zentrale Inhalte des Lehrgangs in der Podcast-Folge
„BN09 – Kanal- und Leitungsbau“ zusammen.

Es geht um Neubau, Sanierung, Statik, Nutzungsdauer, Dichtheitsprüfung, Starkregen, multifunktionale Flächen sowie Vegetation und Infrastruktur.

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Zertifikat IKT-Fachkundelehrgang "Kanal- und Leitungsbau"

Zertifikat IKT-Lehrgang „Kanal- und Leitungsbau“

Fachkunde als nächster Karriereschritt

Das Beispiel von David Heck zeigt: Weiterbildung im Kanal- und Leitungsbau kann ein echter Karrierebaustein sein.

Wer bereit ist, sich neben dem Beruf fachlich weiterzuentwickeln, schafft sich neue Möglichkeiten – im eigenen Unternehmen, im Abwasserbetrieb, im Ingenieurbüro oder im nächsten Projekt.

Gleichzeitig gewinnen Arbeitgeber Mitarbeiter, die technische Fragestellungen sicherer beurteilen, Qualität bewusster einfordern und Verantwortung kompetent übernehmen können.

Der IKT-Fachkunde-Lehrgang „Kanal- und Leitungsbau“ verbindet berufsbegleitende Weiterbildung, persönliche Begleitung und direkten Praxisbezug.

Sie möchten Mitarbeiter gezielt entwickeln oder selbst den nächsten fachlichen Schritt im Kanal- und Leitungsbau gehen?

Dann informieren Sie sich jetzt über den IKT-Fachkunde-Lehrgang „Kanal- und Leitungsbau“.

 


Prof. Bosseler gibt eine Einführung in seinen Fachkunde-Lehrgang Kanal- und Leitungsbau

Prof. Bosseler gibt eine Einführung in seinen Fachkunde-Lehrgang „Kanal- und Leitungsbau“

Jetzt informieren und anmelden

IKT-Fachkunde-Lehrgang „Kanal- und Leitungsbau“

Start: jederzeit nach individueller Terminvereinbarung
Dauer: 12 Monate

Format: Blended Learning mit Online-Videos, Live-Sessions, Praxistagen, Mentoring, Projektarbeit, Repetitorium und Abschlussprüfung

Lehrgangsleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler

Programm und Anmeldung zum IKT-Fachkunde-Lehrgang „Kanal- und Leitungsbau“