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Neues Forschungsvorhaben: Starkregen-Notfallplan im Kanalbetrieb optimal umsetzen

Beitrag vom 13. August 2020
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Grafik Starkregen und Überflutung in Wohngebiet

Was kann der Kanalbetrieb tun, damit ein Starkregen möglichst wenig Schaden anrichtet? Mit der Einführung eines Störfall- und Notfallplans wird das festgelegt.

Als Abwassernetzbetreiber möchte man möglichst gut auf besondere Betriebszustände vorbereitet sein. Auch auf Starkregen. Nebenbei: Das fordert auch die DIN EN 752. Doch wenn die Warnung kommt, ist kaum Zeit noch viel zu reißen. Umso wichtiger ist ein konkreter Plan, was jede/-r einzelne im Fall der Fälle zu tun hat. Einen solchen Störfall- und Notfallplan für Kanalbetriebe im Starkregenereignis gibt es mit dem Starkregen-Check Kanalbetrieb bereits. Der hilft allerdings wenig, wenn er zwar in der Schublade liegt, aber nicht implementiert wird.

Das Kommunale Netzwerk Abwasser (KomNetABWASSER) will dazu in dem neuen Projekt „Starkregen-Check Kanalbetrieb – Umsetzung des Störfall- und Notfallplans mit dem Betriebspersonal“ konkrete Arbeitshilfen erarbeiten und anschauliche Best-Practice-Beispiele sammeln. Der Projektstart ist für Anfang 2021 geplant. Es werden noch Mitstreiter gesucht!

Jetzt mitmachen!

Abwasserbetriebe können sich gerne melden und mitmachen. Sie erhalten in dem Förderprojekt einen Störfall- und Notfallplan sowie viel Unterstützung bei der Umsetzung in die Praxis mit dem eigenen Betriebspersonal.
Eine unverbindliche Teilnahmereservierung finden Sie hier. (PDF)

Arbeitshilfen für die die Implementierung

Kanalreinigungsfahrzeug und Pkw auf überschwemmter Straße

Den Starkregen-Check Kanalbetrieb optimieren und optimal nutzen – das sind die Ziele des neuen Forschungsvorhabens.

Ziel ist es, mit dem operativ tätigen Betriebspersonal möglichst viel von der Störfall- und Notfallplanung in die Betriebspraxis umzusetzen und daraus viel für die optimale Implementierung zu lernen. Hierzu werden konkrete Arbeitshilfen wie Unterweisungen, Übungen, Lehrmaterial, Strategiehinweise erarbeitet und viele Best-Practice-Beispiele gesammelt. Nach Abschluss des Projekts stehen dann sowohl das Konzept als auch die notwendigen Arbeitshilfen zur Verfügung, um die Störfall- und Notfallplanung für Starkregenereignisse unmittelbar in den Abwasserbetrieben umsetzen zu können. Die Projektergebnisse entfalten so die größte Multiplikator-Wirkung.

Nutzen für die Netzbetreiber

Die Umsetzung des Starkregen-Check Kanalbetrieb im Rahmen des Forschungsprojekts bereitet alle teilnehmenden Abwasserbetriebe auf die Störfall- und Notfallbearbeitung bei Starkregen vor. Die größte Wirkung wird erzielt, wenn das Betriebspersonal die organisatorischen, technischen und verhaltensbezogenen Maßnahmen mitträgt. Im Förderprojekt werden konkrete Übungen zur Vorbereitung auf die Krisensituation Starkregen entwickelt und bei den am Projekt beteiligten Abwasserbetrieben durchgeführt. So zum Beispiel:

  • Stromausfall bei Pumpen und schnelles Umsetzen von Notstromlösungen
  • Mobile Hilfsgeräte in Bereitschaft bringen unter der Annahme, dass die Innenstadt beträchtlich unter Wasser steht
  • Organisatorische Maßnahmen und Abstimmungen wie Einrichtung der Einsatzzentrale, Sicherstellung der Meldeketten sowie der Verpflegung der Einsatzkräfte üben

Tabelle Checkliste Starkregenmanagement Kanalbetrieb

Aus dem Projekt sollen zahlreiche praktische Arbeitshilfen hervorgehen, die den Netzbetreibern die Implementierung eines Starkregen-Notfallplans erleichtern.

Im Rahmen des Projekts sollen Arbeitshilfen für die praktische Umsetzung des Starkregen-Checks Kanalbetrieb erarbeitet werden, die allen Netzbetreibern zur Verfügung stehen. Nach Abschluss des Forschungsvorhabens werden folgende Arbeitsergebnisse erwartet:

  • weiterentwickelter Störfall- und Notfallplan
  • Checkliste „Starkregenvorsorge in meinem Kanalbetrieb“
  • Materialien zur Unterweisung und Schulung des Betriebspersonals
  • Argumentationshilfen, mit denen die Mitarbeiter bei der Einführung des Starkregen-Checks überzeugt werden können
  • Entwurf von Standard-Übungssituationen für die Abwasserbetriebe, Empfehlungen für die Durchführung von Übungen mit anschließender Fehleranalyse

Übergeordnetes Ziel ist es, bei der praktischen Umsetzung des Störfall- und Notfallplans in den beteiligten Abwasserbetrieben Defizite und Lücken des Störfallmanagements zu identifizieren. Dadurch soll ein kontinuierlicher Optimierungsprozess angestoßen werden, von dem auch alle anderen Kanalnetzbetreiber profitieren.

Teilnahme möglich!

Marco Schlüter während seines Vortrags

Bei Interesse melden Sie sich gerne bei KomNet-Leiter Dipl.-Ing. Marco Schlüter! Kontaktdaten siehe unten

Das Forschungsprojekt wird vom Eigenbetrieb Abwasser Rheda-Wiedenbrück beim NRW-Umweltministerium zur Förderung vorgelegt. Es ist geplant, dass sich zwölf Abwasserbetriebe mit einer Eigenbeteiligung von je etwa 4.000 Euro brutto beteiligen. Die Eigenbeteiligung wird über eine Verwaltungsvereinbarung mit Rheda-Wiedenbrück geleistet. Und wer mitmacht, führt auch den Störfall- und Notfallplan gleich mit ein – mit fachlicher Begleitung und im Austausch mit den anderen beteiligten Netzbetreibern. Da kann man richtig was lernen!

Der Störfall- und Notfallplan gibt Abwasserbetrieben Sicherheit und Orientierung in der Ausnahmesituation eines bevorstehenden Unwetters. Gut, wenn man einen hat. Noch besser, wenn er auch erfolgreich eingeführt ist. Melden Sie sich bei Interesse sehr gerne! Wir beantworten Ihre Fragen.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Marco Schlüter
Tel.: 0209 17806-31
E-Mail: schlueter@ikt.de

 

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