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Neue DIN EN 1610 – Was ist neu und was bleibt?

Beitrag vom 13. Juli 2016
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Ulrich Bohle während seines Vortrags

Dr.-Ing. Ulrich Bohle, Mitglied im Normen­ausschuss DIN EN 1610, referiert über die Mindest­graben­breite nach DIN EN 1610.

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat kürzlich eine Neufassung der DIN EN 1610 – Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen – veröffentlicht. Die neue Norm hat im Vergleich zur Vorgänger-Ausgabe von Oktober 1997 deutlich an Umfang zugelegt. Dies liegt aber weniger an inhaltlichen Erweiterungen als vielmehr an Änderungen des Layouts. Trotzdem gibt es relevante Änderungen und Ergänzungen.

IKT-Seminar zur neue DIN EN 1610

Anfang Juli trafen sich rund 20 Fachleute aus Kommunen, Ingenieurbüros und aus Dienstleistungsunternehmen im IKT in Gelsenkirchen, um sich mit der neuen DIN EN 1610 auseinanderzusetzen. Es referierten zwei ausgewiesene Experten im Kanalbau:

  • Dr.-Ing. Ulrich Bohle, Steinzeug-Keramo GmbH, Mitglied im Normenausschuss DIN EN 1610
  • Dr.-Ing. Olaf Kaufmann, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kanalisationstechnik, Gastmitglied im Normenausschuss DIN EN 1610

Was ist neu?

Olaf Kaufmann während seines Vortrags

Dr.-Ing. Olaf Kaufmann berichtet als Sach­ver­ständiger für Kanalisa­tions­technik über aktuelle Fall­beispiel zur DIN EN 1610.

Inhaltlich wurden in der DIN EN 1610 (12/2015) unter anderem folgende Änderungen vorgenommen:

  • Der Mindestarbeitsraum wurde neu definiert.
  • Für Baustoffe für die Leitungszone (Bettung) wurden Höchstmaße ergänzt.
  • Für industriell hergestellte Gesteinskörnungen und recycelte Baustoffe in der Leitungszone wurden Anforderungen aufgenommen.
  • Allgemeine Anforderungen an das Rohr-Boden-System wurden ergänzt.
  • Der Mindestarbeitsraum für Gräben mit einer Höhe über 2,5 Meter wurde ergänzt.
  • Die Kodierung nach EN 13508-2 wurde für die Sichtprüfung aufgenommen.
  • Der Anhang C „Herstelleranleitungen“ wurde neu aufgenommen.
  • Der Anhang D „Zusätzliche nationale Veröffentlichungen“ wurde ergänzt (unter anderem mit einem Verweis zum Arbeitsblatt DWA-A 139).

Grundsätzlich wird in der Neufassung der Norm die Verantwortlichkeit des Planers stärker betont.

Wissen für junge Hüpfer und alte Hasen

Teilnehmer

Die Teilnehmer wollen wissen, welche Neuerungen die neue DIN EN 1610 bringt.

Einige Teilnehmer waren noch relativ neu im Bereich des Kanal- und Leitungsbaus und wollten sich einen Überblick verschaffen. Andere Teilnehmer hingegen hatten mehrere Jahrzehnte Erfahrung im Kanalbau. Für sie ging es nach rund 20 Jahren DIN EN 1610 vor allem um ein Update. Während des Seminars kam es zu einem intensiven Erfahrungsaustausch der unterschiedlichen Akteure.

Die DIN EN 1610 regelt seit Oktober 1997 europaweit den Einbau und die Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen und gilt als wichtigste Norm für den Kanalbau.

Nächster Termin

2. November 2016 im IKT in Gelsenkirchen
Programm und Anmeldung

Ansprechpartner

Sonja Kaltenborn, B. Eng.
Telefon: 0209 17806-15
E-Mail: kaltenborn@ikt.de

 

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