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Neue Ausschreibungshilfe: Wie kauft man eine Starkregengefahrenkarte?

Beitrag vom 05. Juni 2019
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drei Männer über eine Starkregengefahrenkarte gebeugt

Heute für die Hälfte: NRW fördert die Erstellung von Starkregengefahrenkarten.

Abwasserbetriebe im Kommunalen Netzwerk ABWASSER (KomNetABWASSER) fragten nach einer Ausschreibungshilfe zur Anfrage von Ingenieurleistungen, die im Ergebnis die Veröffentlichung von Starkregengefahrenkarten für Stadtgebiete ermöglichen. Im Weiteren sollen mithilfe der Starkregengefahrenkarten Risikoanalysen, Handlungskonzepte und gezielte Bürgerberatungen zur Starkregen­vorsorge unterstützt werden. Das Land NRW bewilligt hierfür seit diesem Jahr 50 Prozent Förderung.

Ausschreibungshilfe folgt den NRW-Qualitätsanforderungen

Zum Hintergrund: Das Umweltministerium NRW hat aktuell die Arbeitshilfe „Kommunales Starkregenrisikomanagement“ veröffentlicht und dort die Mindestqualitätsanforderungen zur Förderung von Starkregengefahrenkarten, Risikoanalysen und Handlungs­konzepten nach einem ämter­über­greifenden Management festgelegt. Im KomNetABWASSER haben wir mit Abwasser­betrieben hierzu eine Arbeitshilfe erstellt, die einerseits der neuen NRW-Arbeitshilfe „Kommunales Stark­regen­risiko­management“ genügt, die aber auch geeignet ist, um die Ingenieur­angebote den zuständigen Bezirks­regierungen vorzulegen und die 50-Prozent-Förderung zu erwirken. Die erarbeitete Aus­schreibungs­hilfe unterstützt damit, die richtige Marschrichtung für einen positiven Förderbescheid zu finden.
Download der KomNet-Ausschreibungshilfe für die Anfrage von Ingenieurleistungen im kommunalen Starkregenrisikomanagement

Was können sich NRW-Kommunen fördern lassen?

Runder Tisch im Rathaus Dortmund

Runder Tisch der Ämter im Rathaus – Voraussetzung für ein Starkregenrisikomanagement

Ziel des Umweltministeriums ist es, dass jede NRW-Kommune über ein kommunales Starkregenrisikomanagement verfügt, das die Gesundheit und die Lebensgrundlagen der Bürgerinnen und Bürger schützt, aber auch Kosten durch Schäden an der kommunalen Infrastruktur vermeidet. Gefördert werden mit Blick auf dieses Ziel: Starkregengefahrenkarten, Gefährdungs- und Risikoanalysen für starkregenbedingte Überflutungen sowie Handlungskonzepte zur Minderung der Starkregenfolgen. Konkret bedeutet das eine 50-prozentige Förderung der folgenden drei Arbeitspakete:

  1. Starkregengefahrenkarte für außergewöhnliche (100a) und extreme (90mm) Regen, Dauerstufe 1h
  2. Kommunale Starkregen-Risikoanalyse mit Risiko-Check für kommunale, gewerbliche und private Akteure
  3. Kommunales Handlungskonzept Starkregen mit Krisenmanagement, Informationsvorsorge, Flächenvorsorge, Konzeption baulicher Maßnahmen

Um die Förderung zu erhalten, müssen die Qualitätsstandards und technischen Randbedingungen eingehalten werden, die in der NRW-Arbeitshilfe „Kommunales Starkregenrisikomanagement“ beschrieben werden. Zielgruppe der Arbeitshilfe sind vor diesem Hintergrund sowohl verantwortliche kommunale Entscheidungsträger als auch Sachbearbeiter und Fachplaner.
Link zur NRW-Arbeitshilfe „Kommunales Starkregenrisikomanagement“

Arbeitshilfe zum Download: Planungsgrundsätze zur Ausschreibung von Starkregengefahrenkarten

Das Kommunale Netzwerk der Abwasserbetriebe hat aus den Qualitätsanforderungen der NRW-Arbeitshilfe „Kommunales Starkregenrisikomanagement“ eine Ausschreibungshilfe zur Einholung von Ingenieurangeboten extrahiert.
Die Ausschreibungshilfe steht hier zum Download bereit.

Starkregenvorsorge: Gemeinschaftsaufgabe und Eigenverantwortung

überflutete Straße mit Fahrzeugen vor Altbauhäusern aus Auto heraus fotografiert

Kommune und Bürger: Alle müssen in der Starkregenvorsorge zusammenarbeiten.

In der NRW-Arbeitshilfe heißt es zur Kommunalen Verantwortung (Auszug Arbeitshilfe Kap. 1.3, Seite 13): „Die Vermeidung oder Minderung von Schäden aus Starkregenereignissen ist sowohl Aufgabe der Kommune als auch jedes Einzelnen. In der Verantwortung kommunaler Träger und Gebiets­körper­schaften liegen vor allem Vorsorge­maß­nahmen, die in unmittelbarem Bezug zur kommunalen Infrastruktur und Planung stehen. Darüber hinaus haben die Kommunen aber auch eine Vorsorge­pflicht gegenüber ihren Bürgern. In diesem Sinne gehören neben der Vorsorge auch die Gefahren­abwehr und die Informations­versorgung der Bevölkerung sowie der ansässigen Wirtschaft hinsichtlich der Starkregengefahr zu den Aufgaben der Kommunen. Nur wenn diese Gefahr dem Bürger bekannt ist, kann er seiner Eigenverantwortung zur Vorsorge nachkommen.“

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Marco Schlüter
Telefon: 0209 17806-31
E-Mail: schlueter@ikt.de

Das ist das KomNetABWASSER!

Logo des KomNetABWASSERDas Kommunale Netzwerk Abwasser (KomNetABWASSER) ist eine Initiative von rund 60 Abwasserbetrieben. Ziel ist es, die kommunale Abwasserbeseitigungspflicht gemeinsam besser und bürgerfreundlicher umzusetzen – möglichst kostengünstig und im Einklang mit den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Das Netzwerk nutzt dazu gemeinsam die Serviceleistungen des IKT ‑ Institut für Unterirdische Infrastruktur. So muss nicht jeder das Rad immer wieder selbst neu erfinden.

Grafik mit drei bunten Kreisen zu den Tätigkeitsfeldern des KomNetABWASSERMotor, Ideengeber, Sparringspartner
Das KomNetABWASSER versteht sich als Anstoßgeber und Unterstützer für die teilnehmenden Kommunen. Aktuelle Themen, die die Kommunen dann aufgreifen möchten, werden wissenschaftlich aufgearbeitet und praktisch begleitet. So hat das Netzwerk beim Thema Starkregenvorsorge Workshops und Seminare durchgeführt, viel mit Betreibern darüber diskutiert und auch viele Arbeitsschritte in den Abwasserbetrieben begleitet.

Viele Erkenntnisse aus der Netzwerkarbeit finden zudem Eingang in die Weiterbildungsangebote des IKT. Aktuelle Beispiele sind der Lehrgang „Beratung und Management Starkregenvorsorge“ und der StarkRegenCongress ‑ SRC 2019, der im September stattfindet.

Interesse? Hier erfahren Sie mehr über das KomNetABWASSER!

 

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