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IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH

Schäden durch Starkregen so hoch wie nie: IKT bildet Fachleute für Starkregenvorsorge aus

Beitrag vom 26. Oktober 2017
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Auto und Bus auf überfluteter Straße

Wohin mit den Wassermassen? Berater*innen Starkregenvorsorge suchen nach Lösungen.

Unwetter mit Starkregen haben 2016 fast zehnmal höhere Versicherungsschäden verursacht als im Vorjahr. Das meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in seinem Naturgefahrenreport 2017. „2016 hat sich erneut gezeigt, welche enormen Schäden Starkregen anrichten können. Noch nie haben Unwetter mit heftigen Regenfällen innerhalb so kurzer Zeit so hohe Schäden verursacht“, sagt Wolfgang Weiler, Präsident des GDV.

Vollgelaufene Keller leerpumpen, abgesoffene Autos aus Unterführungen ziehen, verwüstete Vorgärten wieder herstellen – nach einem Starkregen ist viel zu tun. Vor einem Starkregen aber auch. Schließlich kann man mit den richtigen Vorsorgemaßnahmen viele teure Schäden vermeiden.

Geländeoberflächen kartieren, Fließwege berechnen, Rückhalteräume für die Wassermassen gestalten, Bürger in Sachen Gebäudeschutz beraten – dazu müssen viele Stellen in der Kommune zusammenarbeiten: Abwasserbetrieb, Straßen- und Tiefbauamt, Grünflächenamt. Und es braucht jemanden, der das alles koordiniert und den Überblick behält. Solche Leute bildet das IKT in seinem Lehrgang „Beratung und Management Starkregenvorsorge“ aus.

Lehrgang „Beratung und Management Starkregenvorsorge“
11.-15. Dezember 2017 in Gelsenkirchen
Programm und Anmeldung

Naturgefahrenreport 2017: Schäden durch Starkregen verzehnfacht

Der Naturgefahrenreport 2017 bilanziert die Naturgefahrenschäden an Gebäuden, Gewerbe, Industrie und Fahrzeugen im Jahr 2016. In der Gesamtbilanz des GDV schlugen Überschwemmungsschäden in 2016 mit rund 940 Millionen Euro zu Buche, nachdem es 2015 lediglich 100 Millionen Euro waren. Der GDV liest aus den Reports der vergangenen Jahre einen verkürzten Wechsel zwischen schadenarmen und schadenreichen Jahren ab. So haben die Versicherer für die Serie schwerer Unwetter im Sommer 2017 bereits jetzt rund 600 Millionen Euro an Zahlungen in ihren Büchern stehen.
Die Reports der vergangenen Jahre finden Sie hier.

Fachleute dringend gesucht!

Grafik Überflutungssimulation einer kleinen Ortschaft

Wo könnte Starkregen zu Überflutungen führen? Die Herausforderung: Risikobereiche identifizieren und entschärfen (Grafik: tandler.com)

Mit diesem Lehrgang hat das IKT offenbar einen Nerv getroffen. Die Anmeldezahlen bestätigen den großen Bedarf an solchen Fachleuten. In den meisten Fällen lassen Kommunen ihre Mitarbeiter ausbilden. Aber auch Ingenieurbüros können sich als externe Dienstleister in diesem Bereich positionieren. Und sogar die Industrie erkennt hier Chancen: So wird ein Mitarbeiter der Wavin GmbH, die unter anderem Komplettsysteme für die Abwasserentsorgung und den nachhaltigen Umgang mit Regenwasser anbietet, an dem Lehrgang teilnehmen. Damit will Wavin die eigenen Kompetenzen im Bereich Regenwassermanagement strategisch weiter auszubauen.

Verantwortungsvolle Aufgabe

Haus im Regen

Berater Starkregenvorsorge arbeiten mit den Ämtern, der Kommunalpolitik und den Bürgern an Konzepten zum Schutz vor Schäden durch Starkregen.

Das große Ziel ist, Menschen und Werte effektiv vor den Folgen von lokalen Starkregenereignissen zu schützen. Deshalb sind dies die zentralen Fragen, mit denen sich Berater für die kommunale Starkregenvorsorge auseinandersetzen müssen:

  • Wie bekommt man das Thema Starkregenvorsorge vor Ort in den Griff?
  • Wie ist die Rolle des Abwasserbetriebs und was sind Aufgaben anderer Fachämter?
  • Welche technischen Werkzeuge stehen zur Verfügung und wie sind sie einzusetzen?
  • Wie erstellt man ein örtlich angepasstes Konzept und bindet alle Akteure erfolgreich ein?
IKT-Zertifikatslehrgang: Beratung und Management Starkregenvorsorge
für Fachleute aus Kommunen und Ingenieurbüros

11.-15. Dezember 2017 in Gelsenkirchen
optionale Prüfung: 22. Dezember 2017
Programm und Anmeldung
alle IKT-Weiterbildungsveranstaltungen

Überflutete Straße in Wohngebiet

Können DWA-M 119 und DIN EN 752 helfen, dass solche Bilder bald der Vergangenheit angehören?

Die kommunale Aufgabe der Starkregenvorsorge ist technisch, strategisch und konzeptionell äußerst anspruchsvoll. Das neue DWA-Merkblatt M 119 (Risikomanagement in der kommunalen Überflutungsvorsorge für Entwässerungssysteme bei Starkregen) und die Überarbeitung der DIN EN 752 (Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden – Kanalmanagement) verstärken die Anforderungen an die Starkregenvorsorge. Zudem steht das Thema sehr im öffentlichen Fokus und die Planung und Umsetzung von Maßnahmen erfordert die Beteiligung der Kommunalpolitik. Der neue IKT-Lehrgang bereitet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfassend auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vor.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Marco Schlüter
Telefon: 0209 17806-31
E-Mail: schlueter@ikt.de

 

IKT-Lehrgang Starkregenvorsorge

Grundlagen der Starkregenvorsorge

  • Kommunale Zuständigkeiten in der Starkregenvorsorge
  • Gesetzliche Anforderungen an den Abwasserbetrieb
  • Wie ist die Rolle der Stadtentwässerung?
  • Von welchen Kommunen kann man lernen?

Basisaufgabe: Kanalfunktion sichern

  • Wie geht man mit Sonderbauwerken um?
  • Welche Notfallpläne muss man haben?
  • Wie kann ich Gebäude vor Rückstau schützen?
  • Was mache ich mit den Pumpwerken?

Risikomanagement: Dezernatsübergreifende Kompetenzbeiträge der Stadtentwässerung

  • Wo sind meine überflutungsgefährdeten Flächen?
  • Was sind Bereiche mit hohem Schadenspotenzial?
  • Wie Bereiche mit hohem Risiko erkennen?

Kommunikation: Präsentationstechniken für die Gremien- und Bürgerberatung

  • Wie baue ich Argumentationsketten auf?
  • Wie gestalte ich einen Vortrag?
  • Wie trete ich sicher auf?

Basisaufgabe: Kommunale Informationsvorsorge

  • Wie geht man das Starkregen-Thema in der Kommune an?
  • Wie gelingt die zielgruppenorientierte Kommunikation?
  • Praxisteil: Für die eigene Arbeit verwertbare Mitteilungsvorlage und Präsentation erstellen!

Programm und Anmeldung

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Kontakt:
IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur
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Telefon +49 (0) 209 17806-0
E-Mail: info@ikt.de

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