IKT und CTHR eröffnen Büros in China

Gemeinsamer Auftakt in Peking: IKT und CTHR geben den Startschuss für fünf gemeinsame Büros in China.
China investiert in großem Maßstab in die Infrastruktur unter seinen Städten. IKT und CTHR sorgen gemeinsam dafür, dass Fachkräfte, Wissen und Qualitätssicherung mitwachsen.
Mit einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung in Peking haben beide Partner den Startschuss für ihre gemeinsamen Büros in Peking und vier anderen chinesischen Städten gegeben.
Im Mittelpunkt stehen Aus- und Weiterbildung, internationale Forschungskooperationen und verlässliche Qualitätsstandards für Kanalsanierung und grabenlose Technologien. Rund 60 Gäste kamen zur Eröffnungskonferenz am Hauptsitz der Chengtong Human Resources Company Ltd. (CTHR – 诚通人力资源有限公司) in Peking zusammen.
Startschuss in Peking für fünf gemeinsame Büros

Rund 60 Gäste diskutierten in Peking, wie Qualifizierung, Forschung und Qualitätssicherung gemeinsam vorangebracht werden können.
CTHR-Geschäftsführer Cheng Gong begrüßte die Teilnehmer der Konferenz. Das IKT war durch Geschäftsführer Roland W. Waniek, den Wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler und Yongxiang Qiao, Leiter der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit, vertreten. Sie stellten die geplanten Aktivitäten vor und diskutierten mit den Gästen, wie diese in die Praxis umgesetzt werden können.
CTHR ist ein Tochterunternehmen der China Chengtong Holdings Group Ltd., eines zentral verwalteten chinesischen Staatsunternehmens. Die Kooperation verbindet die fachliche Kompetenz des IKT für unterirdische Infrastruktur mit der Stärke von CTHR in den Bereichen Personalentwicklung und berufliche Qualifizierung.
Das gemeinsame Ziel: Fachkräfte qualifizieren, internationale Forschung vernetzen und die Qualität von Kanalsanierung und grabenlosen Technologien in China nachhaltig stärken.
Weiterbildung für Chinas unterirdische Infrastruktur

Partnerschaft mit Perspektive: Die IKT-Delegation und Vertreter von CTHR am Hauptsitz der China Chengtong Holdings Group in Peking.
Der Ausbau und die Erneuerung unterirdischer Netze brauchen nicht nur Investitionen und Technik. Entscheidend sind Menschen, die Anlagen fachgerecht planen, bauen, betreiben, prüfen und sanieren können. Genau hier setzt die neue Partnerschaft an.
IKT und CTHR wollen gemeinsam:
- Aus- und Weiterbildungen für chinesische Fachkräfte der Abwasserwirtschaft anbieten,
- spezialisierte Bildungsprogramme zur unterirdischen Infrastruktur für Universitäten und Berufskollegs entwickeln,
- chinesische Wissenschaftler mit internationalen Forschungsprojekten vernetzen,
- die Anwendung internationaler Standards und bewährter Verfahren in Kanalsanierung und Kanalbetrieb unterstützen,
- Systeme zur Qualitätssicherung für grabenlose Technologien aufbauen und
- den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen China und Deutschland vertiefen.
Praxiswissen international nutzbar machen

Yongxiang Qiao, Leiter der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit am IKT, erläutert die nächsten Schritte der Kooperation.
Das IKT bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung in praxisorientierter Forschung, Prüfung, Weiterbildung und technischer Beratung ein. Im Mittelpunkt stehen seit der Gründung konkrete Fragen von Netzbetreibern. Lösungen werden unter realitätsnahen Bedingungen entwickelt, geprüft und gemeinsam mit Betreibern in die Praxis übertragen.
Dieses Prinzip soll nun stärker für den chinesischen Markt nutzbar gemacht werden. Internationale Standards und Best Practices werden dabei nicht einfach übertragen, sondern auf die jeweiligen technischen, organisatorischen und betrieblichen Rahmenbedingungen zugeschnitten. Forschung, Qualifizierung und Qualitätssicherung sollen eng miteinander verbunden werden.
Großer Investitionsbedarf trifft auf hohen Qualifizierungsbedarf

Deutsch-chinesischer Austausch aus der ersten Reihe: Vertreter von IKT und CTHR bei der Eröffnungskonferenz in Peking.
Die Zusammenarbeit beginnt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Im Rahmen des 15. chinesischen Fünfjahresplans für 2026 bis 2030 sollen rund 5 Billionen Renminbi – umgerechnet etwa 640 Milliarden Euro – in den Neubau und die Modernisierung von ungefähr 770.000 Kilometern städtischer unterirdischer Leitungsnetze investiert werden.
Infrastruktur in dieser Größenordnung stellt hohe Anforderungen an Planung, Bau, Betrieb und Sanierung. Investitionen allein reichen deshalb nicht aus. Benötigt werden gut ausgebildete Fachkräfte, belastbare Prüf- und Qualitätssicherungssysteme sowie ein kontinuierlicher Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.
Qualität braucht Qualifikation: Je größer das Investitionsprogramm, desto wichtiger werden fundiertes Fachwissen, klare Standards und nachvollziehbare Qualitätssicherung.
Fünf Standorte für eine breite Präsenz in China

Von Peking aus nach ganz China: Bei der Eröffnungsveranstaltung stellt das IKT die Aufgaben der fünf gemeinsamen Standorte in China vor.
Die Kooperation wird durch gemeinsame IKT-CTHR-Büros in Peking, Shanghai, Chongqing, Jinan und Lanzhou unterstützt. Damit schaffen die Partner eine breite regionale Präsenz und kurze Wege zu Bildungseinrichtungen, Forschungspartnern, Netzbetreibern und Unternehmen in verschiedenen Teilen Chinas.
Die Standorte sollen als Anlaufstellen für Weiterbildungsangebote, Forschungskooperationen und Fragen der Qualitätssicherung dienen. Gleichzeitig erleichtern sie es, regionale Bedarfe frühzeitig zu erkennen und die gemeinsamen Programme praxisnah weiterzuentwickeln.
Ein Kanaldeckel als Zeichen der Verbindung

Kanaldeckel als Symbol: Die Trophäe zur Büroeröffnung verbindet das Leben über der Erde mit der Infrastruktur darunter.
Zur Eröffnung überreichte die IKT-Delegation den neuen Partnern eine Trophäe in Form eines Kanaldeckels. Das Motiv steht für die Verbindung zwischen dem Leben über der Erde und der Infrastruktur darunter – und damit zugleich für die gemeinsame Aufgabe von IKT und CTHR.
Aus dem symbolischen Auftakt soll nun praktische Zusammenarbeit entstehen: in Bildungsprogrammen, Forschungsprojekten und Systemen zur Qualitätssicherung. Der Austausch zwischen Deutschland und China bietet dabei beiden Seiten die Chance, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und neue Lösungen für leistungsfähige und langlebige unterirdische Infrastruktur zu entwickeln.
Fazit: Investitionen in Infrastruktur brauchen Investitionen in Wissen
Mit fünf gemeinsamen Büros in Peking, Shanghai, Chongqing, Jinan und Lanzhou schaffen IKT und CTHR eine dauerhafte Basis für ihre Zusammenarbeit.
Die Aufgabe ist klar: Fachkräfte qualifizieren, Forschung international vernetzen und Qualität bei Kanalsanierung und grabenlosen Technologien sichern. So kann aus einem ambitionierten Infrastrukturprogramm ein nachhaltiger Modernisierungsschub werden.
IKT: Forschung, Weiterbildung und internationale Zusammenarbeit
Das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur entwickelt praxisnahe Lösungen für Bau, Betrieb und Sanierung von Kanal- und Leitungsnetzen. Das neutrale und unabhängige Forschungs- und Prüfinstitut verbindet Forschung, Prüfung, Beratung und Weiterbildung.











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