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IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH

MAC-Verfahren: Beurteilung der Standsicherheit begehbarer Kanäle


MAC-Einsatz im Kanal, Prüfer kontrolliert Bedieneinheit

Mit dem MAC-System in Rohr und Boden „schauen“: Zerstörungsfreie Prüfung der Standsicherheit von großen Kanälen

Mit dem MAC-Prüfsystem kann die Standsicherheit von begehbaren Kanälen im Bestand zerstörungsfrei überprüft werden. Es ist in Mauerwerks- und Betonkanälen ab DN 1200 einsetzbar – auch nach Sanierungs- und Reparaturarbeiten.

Bei den Prüfungen wird mit einem Druckzylinder so viel Kraft auf die Wände des Kanals aufgebracht, dass diese sich kontrolliert um wenige Zehntelmillimeter auseinander bewegen. Feine Sensoren messen die entstehende Verformung. Um die nötige Verformung zu erreichen, können zwar sehr hohe Kräfte erforderlich sein. Trotzdem wird der Kanal durch die minimale Verformung in keiner Weise beschädigt. Die sehr geringe Verformung reicht schon aus, um den Zustand von Rohr und Boden zu errechnen.

Das MAC-Verfahren…

…arbeitet zerstörungsfrei.
…eignet sich für begehbare Kanäle.
…liefert eine Analyse des Rohr-Boden-Systems.

Vorteile des MAC-Verfahrens

Skizze zum MAC-VerfahrenMit dem MAC-Verfahren können Schwachstellen im Rohr-Boden-System identifiziert werden.

In einer Haltung können zahlreiche zerstörungsfreie Systemprüfungen durchgeführt werden.

Die Ergebnisse ermöglichen eine Aussage über den Zustand des Rohr-Boden-Systems über die gesamte Haltungslänge.

Kernbohrungen im Kanal oder Aufschlussbohrungen im umgebenden Boden werden auf ein Minimum reduziert.

Ist die Geometrie des Sammlers bekannt, kann auch der Verformungsmodul des Bodens in dreidimensionalen Berechnungen ermittelt werden.

Vorgehensweise mit dem MAC-Verfahren

MAC-Gerät in Mauerwerkskanal mit Bedienpersonal

Einsatz des MAC-Systems in einem Mauerwerkskanal

Eine Instandhaltungsmaßnahme wird bei Einsatz des MAC-Verfahrens in diesen Schritten ablaufen:

Vorarbeiten

  • Optische Inspektion durchführen
  • relevante Parameter erfassen
  • Messpunkte markieren

Beurteilung des Rohr-Boden-Systems

  • Prüfung durchführen
  • Haltung in Zonen gleicher Rohr-Boden-Steifigkeit einordnen
  • Festlegung der Schwachstellen für Bohrkernuntersuchungen

Grafiken FE-Modell

Diskretisiertes FE-Modell des Kanals (orange) im umgebenden Boden (gelb) mit Lastansatz durch MAC-Gerät (Pfeile) (links im Bild) und resultierende Verschiebungen in Kanalwand und Boden quer zur Kanalachse (qualitativ) aufgrund der Belastung (rechts)

Quantifizierung von Standsicherheitsrisiken

  • statischer Nachweis nach DWA-A 143-2
  • Rückschlüsse auf Rohr- und Bettungsqualität durch Finite-Elemente-Methode

Sanierungsanalyse und Verfahrensauswahl

  • Sanierungsziele festlegen
  • Haltung in Sanierungszonen einteilen

Qualitätssicherung der Sanierung / Langzeitbetrachtung

  • Kontrolle statisch kritischer sanierter Bereiche
  • Vorher-Nachher-Vergleich sowie zeitliche Entwicklung

 

Das MAC-Verfahren liefert…

MAC-Gerät in saniertem Schacht

Standsicherheit von Schächten: Messungen im Rahmen des IKT-Warentest „Schachtsanierung“ zeigen, dass mit dem MAC-System auch sanierte und unsanierte Schächte überprüft werden können.

…umfassende Informationen über das Rohr-Boden-System.
Hinweise, wo nähere Untersuchungen zur Qualität und Geometrie des Sammlers sinnvoll sind.
…zusammen mit den Ergebnissen von Bohrkernentnahmen die Grundlage für statische Nachweise.

Das MAC-Verfahren ermöglicht…

…Sanierungsmaßnahmen zielgerichtet auf die jeweilige Schwachstelle auszurichten.
…sehr zuverlässige Standsicherheitsbeurteilungen.

Das MAC-Verfahren eignet sich auch…

…zur Qualitätssicherung ausgeführter Sanierungsarbeiten.
…zur wiederkehrenden Kontrolle statisch kritischer Bereiche.
…zur Kontrolle der Einbau- und Bettungsverhältnisse im Rahmen einer Neubaumaßnahme.
…zur Prüfung von Schächten vor und nach einer Sanierung.

 

Das IKT bietet Abwassernetzbetreibern das MAC inklusive Bedienpersonal zum Einsatz in Mauerwerks- und Betonkanälen von DN 1000 bis DN 3000 an.

Die Abkürzung MAC steht übrigens für Mécanique d´Auscultation des Conduits – Mechanik zur Zustandsbeurteilung von Kanälen.

 

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Martin Liebscher
Tel.: 0209 17806-23
Fax: 0209 17806-88
liebscher@ikt.de

 

 

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